Full text: Gleichbehandlungsbericht 2018-2019

Seite 21 ? Zudem ist die bestehende Beweislastregelung europarechtskonform zu gestalten. ? Außerdem braucht es flächendeckende Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen der RichterInnenamtsanwärterInnen und RichterInnen. ? Ein Verbandsklagerecht zur Entlastung von Einzelpersonen ist vorzusehen. Weitere Handlungsfelder im Bereich der Gleichbehandlung sind: ? Für Informations- und Sensibilisierungsarbeit in den Bereichen innerhalb und außerhalb der Arbeitswelt ist ausreichend Budget zur Verfügung zu stellen. ? Es ist ein Fonds für uneinbringliche Schadenersatzansprüche zu schaffen. ? Maßnahmen der betrieblichen Frauenförderung sollen als erzwingbare Betriebsvereinba- rung normiert werden, um der Gleichstellung eine größere Durchsetzkraft zu verleihen. ? Die gesetzliche Regelung für die Geschlechterquote ist auszubauen: Dazu gehört insb die Ausdehnung des Geltungsbereichs auf alle großen und börsennotierten Unternehmen sowie die Anhebung der Quote auf 40 % und die Implementierung einer Geschlechterquote für den Vorstand. ? Die Bindung von Wirtschaftsförderung an die Einhaltung des Gleichstellungsgebotes. ? Diskriminierende Strukturen sind zu identifizieren und zu beseitigen, das betrifft ganz besonders das Merkmal soziale Herkunft/Stellung. ? Das Ziel, 50 % des AMS-Förderbudgets für arbeitssuchende Frauen einzusetzen, sollte wieder in die arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben des zuständigen Ministeriums aufgenommen werden. Die BAK ersucht um Berücksichtigung ihres Beitrags im Gleichbehandlungsbericht an den Nationalrat.

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