Full text: Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030

Seite 14 KonsumentInnen (Erholungssuchende, Reisende, UrlauberInnen). Die Corona-Pandemie zeigt auf, wie wichtig der freie Zugang zur Natur für das Wohlbefinden und die Gesundheit ist. Daher müsste der freie Zugang zur Natur verbessert und zunehmende Kommerzialisierung der Natur verhindert werden. Zu 9.1. Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung werden begrüßt. Allerding sollte der Fokus weniger auf der Umsetzung durch den/die Einzelne/n liegen. Vielmehr sollte der Fokus verstärkt auf politische Entscheidungen, die gut oder weniger gut für den Schutz und Erhalt der Biodiversität sind, gelegt werden. Es sollten förderliche Rahmenbedingungen, die es Einzelnen ermöglichen, einen Erhalt zur Biodiversität zu leisten, geschaffen werden. Ein Evaluierungsparameter dafür wäre die Anzahl politischer Entscheidungen, die gut bzw schlecht für den Schutz und Erhalt der Biodiversität sind. Zur Maßnahme „höhere Erzeugerpreise von qualitativ hochwertigen und biodiversitätsfördernd erzeugten Lebensmitteln“ wird angemerkt, dass auch Waren und Dienstleistungen umfasst sein müssen. Weiters müsste die „hochwertige Qualität“ klar und nachweislich über den gängigen Standards (Mindeststandards, Norm) für die jeweilige Ware bzw Dienstleistung liegen, um höhere Erzeugerpreise für KonsumentInnen zu rechtfertigen. Dabei darf die entscheidende Rolle des Lebensmitteleinzelhandels, der für viele Erzeugerpreise entscheidend ist, nicht vergessen werden. Zur Erhöhung der Erzeugerpreise im Bereich der Lebensmittel bietet die EU-Agrarförderstruktur (1. Säule, 2. Säule, Qualitätsproduktion) ausreichend Spielraum. Es ist nicht akzeptabel, die höheren Kosten überwiegend oder zur Gänze auf die KonsumentInnen abzuwälzen, die ohnedies mit ihren Steuern bereits die Agrarförderungen finanzieren. Zu Punkt 9.2 Bildung Das Ziel die Forschung im Bereich der biologischen Vielfalt zu stärken, wird vollumfänglich unterstützt. Durch die Erhöhung der Ausbildungsstandards im Bereich der Biodiversität können künftig auch Beschäftigungschancen von ArbeitnehmerInnen verbessert werden. Aus Sicht der BAK ist es wichtig, dass die Umsetzung des vorliegenden Entwurfs mit einer breit angelegten Bildungsoffensive einhergeht. Die Ursachen für Biodiversitätsverluste müssen dort bekämpft werden, wo sie entstehen und dafür ist eine hohe Sensibilität der Bevölkerung und Wissen für jede/n Einzelne/n unumgänglich. Bei Maßnahmen für Beratungsleistungen wäre es wünschenswert, „fundiert und unabhängig“ als Bedingung aufzunehmen. Bei den AkteurInnen sollten Eltern- und Kinder- und Jugendvertretungen, die Studierendenvertretung, die pädagogischen Hochschulen und KonsumentInnen- Schutzorganisationen ergänzt werden. Die BAK ersucht um Berücksichtigung ihrer Anliegen und Anregungen.

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