Full text: Netzentwicklungsplan 2021 für das österreichische Übertragungsnetz

Seite 3 verursachergerechte Kostenbeteiligung internationaler Händler sicherzustellen. Diese ist so auszugestalten, dass Anreize für ein volkswirtschaftlich effizientes Verhalten bestehen. Wie im Straßen-, Schienen- oder Schiffsverkehr sowie im Gasnetz braucht es auch im Stromsystem eine entfernungsabhängige Kostenbeteiligung der NutzerInnen. Dabei gilt es, Anreize für netzdienliches Verhalten und damit verbrauchsnahe Erzeugung zu schaffen. Die BAK sieht APG, VÜN und E-Control dabei – auch auf EU-Ebene – gefordert, die Initiative zu ergreifen und im Rahmen von ENTSO-E bzw ACER auf die Auswirkungen des 70 %-Ziels, die Rolle der StromhändlerInnen sowie die negativen volkswirtschaftlichen Folgen hinzuweisen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass insbesondere den Übertragungsnetzbetreibern in Form der sogenannten Netzkodizes ein wesentlicher Teil der Ausgestaltung regulatorischer Rahmenbedingungen übertragen wurde und ihnen damit auch eine entsprechende Verantwortung zufällt. Der Netzentwicklungsplan kann dazu beitragen, zu verdeutlichen, in welchem Ausmaß das Übertragungsnetz für den Transit zwischen Drittländern genützt wird und welche Investitionen zu Erreichung des 70%-Ziels getätigt werden müssen. Die BAK begrüßt daher das Bemühen im NEP, die Notwendigkeit für die einzelnen Projekte zu benennen. Für die Zukunft ersucht die BAK klar auszuweisen, welche getroffenen Maßnahmen und Investitionsprojekte auf das 70%-Ziel zurückzuführen sind. Abschließend möchte die BAK festhalten, dass der gegenständliche Netzentwicklungsplan eine gute Übersicht über die energiepolitischen und -wirtschaftlichen Rahmenbedingungen liefert. Die Projekttabelle bietet in Kombination mit den Kartengrafiken einen guten Überblick und die Beschreibung der einzelnen Projekte veranschaulicht deren Notwendigkeit. Die BAK ersucht um Berücksichtigung ihrer Anliegen und Anregungen.

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