Full text: Finanzmärkte (50)

2.2.3 Die Einlagen bei den Kredituntemehmungen
hend Anteile gewonnen (von 401/2% auf 59%). Die Strukturverschie-
bungen gingen Hand in Hand mit der sinkenden Bedeutung der In-
dustriefinanzierung (Betriebsmittelkredite) und der steigenden Be-
deutung der Finanzierung der privaten Haushalte und des öffentli-
chen Sektors. In der jUngsten Hochzinsphase hat sich der Trend zu
Krediten mit langer Laufzeit abgeschwächt.
Die Rolle der Einlagenbildung bei den Kreditunternehmungen
kann durch folgende Kennzahl charakterisiert werden: Im Zeitraum
1960 bis 1983 entfielen 84% der Geldkapitalbildung des privaten Sek-
tors auf Einlagen.
Im längerfristigen Durchschnitt entfallen Uber drei Viertel der Ein-
lagenbildung auf die Spareinlagen, rund 11% auf Sichteinlagen und
knapp 12% auf Termineinlagen. Im Zeitablauf erfolgten markante
Anteilsverschiebungen erst seit Ende der siebziger Jahre zu Lasten der
Sichteinlagen. Innerhalb der Spareinlagen waren die geförderten
Spareinlagen das dynamische Element; ihr Anteil erhöhte sich von
9% in der ersten Hälfte der sechziger Jahre auf 20% in der Periode
1972 bis 1982 (jeweils in Bestandsveränderung gemessen). Da der
Bund die staatliche Förderung für das Prämiensparen mit Juli 1983
fUr neue Verträge einstellte, verringerten sich seither die Prämien-
sparbestlinde laufend.
Betrachtet man nun die längerfristige Entwicklung an Hand der
BeStände, so zeigt sich, daß sich der Anteil der Spareinlagen zwischen
1970 und 1984 zu Lasten der Sichteinlagen erhöht hat. Während die
Spareinlagen ihren Anteil von 71% auf 78% erhöhen konnten, sank
jener der Sichteinlagen von 18% auf 10%; der Anteil der Terminein-
lagen blieb nahezu unverändert.
Die Einlegerstruktur
Ein Versuch, die drei Einlagenkategorien nach Sektoren der Einle-
ger aufzugliedern7) zeigt fUr die Zeit von 1970 bis 1980 folgendes
Bild: Bei den Sichteinlagen hat sich der Anteil der Unternehmen von
7) Die Aufspaltung beruht zum Teil auf den Mitteilungen des Direktoriums der
OeNB, zum Teil auf Schä.tzungen.
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