Full text: Energieabgabe, Wirtschaftsstruktur und Einkommensverteilung (44)

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Bemessungsgrundlage von mit einer Rate wächst, die unter dem Wachstum
des realen Output liegt. Es entstünde somit ceteris paribus ein im Zeit¬
ablauf wachsendes Budgetloch.
Dabei ist hier ohnehin schon - obwohl in Gleichung 21. aus Gründen der
Einfachheit nicht explizit gemacht - ein real konstanter Steuersatz (t2)
unterstellt (Variante I: 12 g/kWh in Preisen von 1990). Denn nur ein
solcher wäre mit einem konstanten negativen Energieverbrauchstrend (-s)
vereinbar. Da die Höhe dieses negativen Energieverbrauchstrends (-s) über
die Preiselastizität vom relativen Energiepreis und damit vom Steuersatz
t^ abhängt, zeigt sich ganz klar das unaufhebbare Dilemma zwischen Len-
kungs- und Fiskaleffekt: Hält man t^ nicht real konstant und läßt man
damit den relativen Energiepreis durch die allgemeine Preissteigerung
wieder sinken, fällt der Energieverbrauch wieder höher aus (-s wird
absolut kleiner), die Ergiebigkeit der Steuer verbessert sich, die ökolo¬
gische Zielsetzung wird jedoch verletzt. Erhöht man ±2 umgekehrt stärker
als die Inflationsrate, dann steigt (-s) durch den steigenden relativen
Energiepreis, die ökologische Lenkung wird verbessert, das Aufkommen fällt
jedoch geringer aus (trotz steigendem Steuersatz).
Nimmt man jedoch - wie schon gesagt - an, daß durch Senkung von t^ bei
Einführung einer PEA Energie durch Arbeit substituiert wird und damit der
Arbeitskoeffizient weniger stark zurückgeht, dann kann ein Teil dieses
Budgetloches gestopft werden. In eine ähnliche Richtung ging die Diskus¬
sion der siebziger Jahre, die exogenen ölpreisschocks durch zurückhaltende
Lohnpolitik aufzufangen, wenngleich auf makroökonomischer Ebene argumen¬
tiert (9).
        

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