Full text: Energieabgabe, Wirtschaftsstruktur und Einkommensverteilung (44)

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Aripassungs- und Umstrukturierungsprozesse bis zu gewissem Grad auch
möglich. Gerade aus der Liste der vorstehend genannten Produkte wird man
aber auch erkennen, daß man bestimmte Produktionen nicht "umstellen" kann.
Man kann sie entweder nur auflassen oder nicht.
Da nur die primären Preiseffekte bekannt sind, können in einem zweiten
Schritt nach Gleichung 5. und 6. die kumulativen Preis- und Kosteneffekte
berechnet werden.
Aus der Studie von Dockner/Sitz (1986) können nun monopolistische Preis¬
setzer, die voll überwälzen und Preisnehmer, die überhaupt nicht überwäl¬
zen können, branchenweise identifiziert werden. Monopolistische Preis¬
setzer sind nach Dockner/Sitz (1986) folgende Branchen: Steine/Erden (ohne
Zement), Bekleidung, Gießerei, Elektromotoren, Fahrzeuge und Holzverar¬
beitung. Oligopolistische Preissetzer, die nur zum Teil überwälzen können
sind: Milch, Textilien, Chemie und Maschinen.
In der Studie von Dockner/Sitz haben diese Oligopolisten bezüglich der
Weiterwälzung von Kostenänderungen (Parameter a) unterschiedlich hohe
"pass-through"-Koeffizienten. Für die weitere Analyse wird der Einfachheit
halber, und um das Preisverhalten eher zu unterschätzen, ein Koeffizient
von 0,5 festgesetzt. Preisnehmer-Sektoren im Sinne der Dockner/Sitz-Studie
sind: Eisen- und Stahlerzeugung, NE-Metalle, Sägeindustrie, Papiererzeu¬
gung sowie Druckerei und Vervielfältigung.
Das Problem der Kompatibilität mit der- vorliegenden Analyse besteht in der
unterschiedlichen Sektorengliederung. Versucht man dennoch, die Ergebnisse
der Dockner/Sitz-Studie auf die vorliegende Analyse anzuwenden, könnte man
        

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