Full text: Energieabgabe, Wirtschaftsstruktur und Einkommensverteilung (44)

Energiepreis, umso h�her die (negative) Preiselastizit�t (6). Verschiedene
Studien f�r �sterreich, den OECD-Raum oder verschiedene westeurop�ische
Industriel�nder ergeben Preiselastizit�ten zwischen - 0,40 bis - 1,0,
wobei die langfristigen Elastizit�ten gew�hnlich h�her liegen. Die neueren
Sch�tzungen unter diesen Untersuchungen ergeben eindeutig niedrigere Werte
als die �lteren (7). Es erscheint daher realistisch, von einer mittelfri�
stigen Preiselastizit�t von - 0,5 auszugehen, was somit eindeutig die
Wirksamkeit einer Prim�renergieabgabe zur Reduktion des Energieverbrauches
zeigt. Bei Interpretation dieser Elastizit�tswerte ist noch folgendes zu
bedenken: Die ermittelten Elastizit�ten gehen von Mengenreaktionen aus,
die aufgrund bestimmter Preisver�nderungen beobachtet wurden. Die meisten
gro�en Preisver�nderungen waren durch �nderungen des Weltmarktpreises der
einzelnen Energietr�ger induziert, die langfristig auch weltweit die
Technologien �nderten. Preis�nderungen, die blo� in einem Staat durch
Steuererh�hungen hervorgerufen werden, m�gen auch l�ngerfristig zu ge�
ringeren Mengenreaktionen f�hren, weil national entsprechende Technologien
nur im beschr�nkten Umfang entwickelt werden k�nnen. Dem steht gegen�ber,
da� in einem solchen Fall die Energiepreise aber zwischen dem In- und
Ausland unterschiedlich werden, was ebenfalls bestimmte Mengenreaktionen
zur Folge haben kann (zB Tanken im Ausland, Abwandern energieintensiver
Produktionen ins Ausland usw). A priori ist es sehr schwer zu sagen,
welcher dieser Effekte gr��er ist.
Aus den bisher erw�hnten �kologischen Argumenten wird klar, da� vor allem
das CO^-Emissionsproblem und der damit in Verbindung stehende Treibhaus�
effekt transnationale Probleme sind, die auch nur global gel�st werden
k�nnen. Ein isoliertes Vorgehen �sterreichs h�tte zur L�sung dieser
Problematik wenig Wirkung, es sei denn, man w�rde darin eine blo�
        

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