Full text: Energieabgabe, Wirtschaftsstruktur und Einkommensverteilung (44)

7atmosphärische "Eisbrecherfunktion11 erblicken. Da aber derzeit noch nicht
absehbar ist, daß die Industriestaaten in dieser Frage zu einem koordi¬
nierten Vorgehen finden, muß eine praxisorientierte ökonomische Untersu¬
chung auch die Effekte eines isolierten Vorgehens Österreichs darstellen.
Den Anspruch, damit einen nennenswerten Beitrag zur Nichtaffektion des
Weltklimas zu leisten, kann man dann freilich nicht mehr erheben, doch
entstehen durch den Verbrauch von Energie, wie bereits erwähnt, auch
Schadstoffemissionen, die regional begrenzt Schäden verursachen. Diese
Schäden können wahrscheinlich durch eine Politik, die auf eine
Implementierung von "end of pipe technologies" abzielt, effizienter
eingedämmt werden als durch eine Energieabgabe, aber sie können durchaus
ergänzend durch eine PEA in der erwünschten Richtung beeinflußt werden.
Der Grad dieser Beeinflussung hängt nicht zuletzt von der Existenz eines
energiepolitischen Rahrnenkonzepts ab. Besonders bei isolierter Einführung
einer PEA entstehen nicht unerhebliche ökonomische Probleme, die Gegen¬
stand dieser Untersuchung sind.
2. Ausgestaltung einer Primärenergieabgabe
In Diskussionen über die ökonomischen Auswirkungen der Primärenergieabgabe
fällt auf, daß die Diskutanten oft keine klare Vorstellung von einer
möglichen Ausgestaltung einer PEA haben. Ein deutliches Bild von der
konkreten Ausgestaltung einer "Energiesteuer" ist notwendig, um die
ökonomischen und ökologischen Auswirkungen beurteilen zu können. Eine
"Energiesteuer" kann auf verschiedene Art und Weise konstruiert werden.
Die Palette der Konstruktionsmöglichkeiten wird aber durch das Gebot der
Administrierbarkeit stark eingeschränkt. So erscheint es im Lichte einer
        

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