Full text: Energieabgabe, Wirtschaftsstruktur und Einkommensverteilung (44)

8verwaltungs�konomi sehen Vorgangsweise unm�glich, jeden Energietr�ger -
also auch Brennholz, brennbaren Abfall, Stroh usw - erfassen zu wollen.
Eine Steuer ist dem Wesen nach �ber drei Merkmale definiert: Steuerobjekt,
Steuersubjekt und Steuersatz.
- Steuerobjekt
Den folgenden Durchrechnungen liegt eine Steuer auf fossile Prim�rener�
gietr�ger zugrunde. Dies hat auch eine �kologische Rechtfertigung, da
die beschriebenen Umweltprobleme nicht durch die Energieerzeugung
schlechthin, sondern vor allem durch die Verbrennung fossiler Brenn�
stoffe ausgel�st werden. Als wichtigste Steuergegenst�nde werden deshalb
Stein- und Braunkohle im Rohzustand und Braunkohlebriketts, Roh�l Pro�
dukte und Naturgas festgelegt. Verarbeitungsprodukte von Kohle wie zB
Koks werden nur im Falle des Imports erfa�t. Mineral�l wird nicht im
Rohzustand erfa�t, den Steuergegenstand bilden einzelne Raffinerie�
produkte (zB Gas�l, Normalbenzin, Heiz�le usw). Diese Ankn�pfung bringt
den Vorteil, da� besser auf den energetischen Gehalt der Produkte
abgestellt werden kann und bestimmte Produkte, deren energetische
Verwendung gering ist (zB Bitumen, Schmier�le usw), von vornherein aus
dem Kreis der Steuerobjekte ausgeschieden werden k�nnen. Von den gas�
f�rmigen Energietr�gern werden nur Fl�ssiggas und Erdgas besteuert, weil
Stadtgas, Gichtgas, Kokereigas usw zum Gro�teil nur Umwandlungsprodukte
bereits erfa�ter Energietr�ger sind.
Eine Sonderstellung nimmt die elektrische Energie ein. In �sterreich
stammen etwa zwei Drittel der elektrischen Energie aus Wasserkraftwerken
und ein Drittel aus kalorischen Kraftwerken. Da der durchschnittliche
        

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