Full text: Arbeitszeitentwicklung und Arbeitszeitpolitik (47)

2.1.2.1 NormaLarbeitszeit, Feiertage und Urlaubsanspruch genden kurz »Gleitzeit" genannt ~ haben. 8'2% aller Befragten hat- ten diese Form der Arbeitszeiteinteilung. Dabei gab es nur geringe Unterschiede zwischen Männern und Frauen (8'3% zu 8'1%). Am weitesten verbreitet ist die Gleitzeit bei mittleren, qualifizierten und leitenden Angestellten. 12'6% der Angestellten, 11'9% der Beamten, aber nur 2'9% der Arbeiter hatten Gleitzeitregelungen. 2.1.2 Arbeitszeit im internationalen Vergleich Die tatsächlich geleistete Arbeitszeit läßt sich international nur sehr schwer vergleichen. Sowohl Definitionen als auch Erhebungsmetho- den unterscheiden sich in den einzelnen Ländern oft beträchtlich. Die wöchentliche No r mal a r bei t s z e i t beträgt in den mei- sten Ländern 40 Stunden pro Woche. Nur in der Schweiz und in Ja- pan ist sie länger. In Frankreich wurde generell die 39-Stunden-Wo- che eingeführt, auch in Belgien liegt die Normalarbeitszeit für den Großteil der Arbeitnehmer unter 40 Stunden. In einer Reihe von Län- dern gibt es spezielle Regelungen auf Branchenebene, in denen die 40-Stunden-Grenze unterschritten wird. Für einige Entwicklungslän- der (Korea, Singapur, Sri Lanka) gibt die ILO-Statistik eine Arbeits- zeit in der Größenordnung von so Stunden an. Zwischen Arbeitszeit und Wirtschaftswachstum besteht im Länder- vergleich kein eindeutiger positiver Zusammenhang. Die Arbeitszeit ist in Japan, dem Land mit dem raschesten mittelfristigen WirtSchafts- wachstum, ebenso wie in der Schweiz, dem Industrieland mit dem ge- ringsten WirtSchaftswachstum (seit 1970), überdurchschnittlich hoch. Die Zahl der Fe i e r tag e ist in Österreich mit 13 überdurch- schnittlich hoch (für Nichtkatholiken noch höher). In den meisten an- deren Ländern gibt es 9 bis 11 Feitertage. Von den 13 Feiertagen in Österreich entfallen im Mittel 3 auf einen Samstag oder Sonntag. In der Bundesrepublik schwankt die Zahl der Feiertage von Land zu Land zwischen 9 und 14, in der Schweiz von Kanton zu Kanton zwi- schen 4 und 15 (es gibt dort 24 verschiedene Feiertage). Im Jahr 1982 gab es in der Bundesrepublik Deutschland ebenso wie in Österreich 10 Feiertage, die nicht auf ein Wochenende fielen. In Italien wurde die Zahl der Feiertage 1977 von 16 auf 9 verringert, in Dänemark seit 1970 von 7 auf 10 erhöht. In Großbritannien, Belgien, Italien und Lu- 20

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