Full text: Umweltpolitik (51)

sen Ausmaß Schadstoffe aufzunehmen und als Filter zu fungieren, Dadurch werden Schadstoffe gebunden und weitere Belastungen der Umwelt verhindert. Bei Pflanzen gilt das sowohl fUr den Blattbereich als auch fUr den Wurzelbereich. Durch übermäßige Immissionen kommt es zu einer überbeanspruchung der "Filterwirkung" von Ve- getation und Boden. Der Boden-Wasserhaushalt ist Bestandteil des gesamten Wasser- haushaltes einer Landschaft und damit des planetarischen Wasser- kreislaufes. Die Pflanzen, deren Lebensvorgänge an eine ausrei- chende Wasserversorgung gebunden sind, stellen- ein Regulativ fUr die Wasserversorgung mit weitreichenden Auswirkungen für die ge- samte Wasserwirtschaft dar, Durch eine Schädigung der Pflanzen durch Immissionen kann es zu einer Störung der Regulierung kom- men. 2.2. Negative externe Effekte der Land- und Forstwirtschaft Insbesondere in den letzten Jahrzehnten haben sich in Teilberei- chen der Landwirtschaft Produktionsmechanismen festgesetzt, die aus dem industriellen Bereich kommen, und somit haben außerland- wirtschaftliche Faktoren, die ökologische Zusammenhänge in den Hintergrund treten lassen, zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Nachfragesituation für bestimmte land- und forstwirtschaftliche Pro- dukte, Weltmarkt- und binnenwirtSchaftliche Preise, die Preis/Ko- sten- Verhältnisse und nicht zuletzt die starke Abwanderung mit dem damit verbundenen Zwang zur Mechanisierung lassen es den Bauern rational erscheinen, vor allem die Produktionsmenge auszudehnen. Als Konsequenz dieser Situation ist die Produktivität im Agrarbe- reich - nicht nur in Österreich, sondern seit Jahrzehnten in allen In- dustrieländern - in einem Außmaß gestiegen, das kein anderer Wirt- schaftsbereich zu verzeichnen hat. Die Arbeitsproduktivität (Wert- schöpfung je Beschäftigtem) betrug 1983 206'8% des Wertes 1970 (realer Wert). Im gleichen Zeitraum ist die Netto~Flächenproduktivi- tät (bereinigt um importierte Futtermittel) auf 134'6% gestiegen (rea- ler Wert der landwirtschaftlichen Endproduktion je Hektar landwirt- schaftlicher Nutzfläche), Der reale Wert der Netto-Endproduktion der Landwirtschaft (be- reinigt um importierte Futtermittel) hat 1983 122'1 % des Wertes 1970 ausgemacht, während sich im gleichen Zeitraum die Zahl der in 103

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