Full text: Umweltpolitik (51)

115 denverkehr), für den (manchmal auch für das gesamte Landesge- biet) regional- oder teilregionalspezifische Entwicklungsmöglich- keiten und Entwicklungsgrenzen aufgezeigt bzw. formuliert wer- den. In einer Reihe von europäischen Staaten, insbesondere in der Bun- desrepublik Deutschland, ist der Planungsschritt "Landschaftspla- nung" sowohl als begleitende Fachplanung zu anderen Fachplanun- gen, als auch als teilintegrierende Planung im System der Raumpla- nung gesetzlich verankert. Dazu ist festzuhalten, daß der Planungs- schritt "Landschaftsplanung" in der Bundesrepublik den Charakter einer "Soll-Planung" und nicht einer "Muß-Planung" hat. Der Erfolg von Maßnahmen, die im Zuge der Landschaftsplanung vorgeschlagen werden, liegt daher in erster Linie in der Möglichkeit ihrer politischen Durchsetzung. Ist dieser politische Wille gegeben, so kommen die Vorschläge des Landschaftsplaners mittelfristig zum Greifen. Voraus- setzung dabei ist auch, daß der zuständige Landschaftsplaner auf län- gere Frist die Betreuung des Bauherrn (Stadt, Gemeinde) wahrneh- men kann. Denn Landschaftsplanung ist eine Entwicklungsplanung, die im Laufe der Zeit gewisse Modifikationen berücksichtigen muß. 4. Verbraucher 4.1. Rahmenbedingungen des (umweltwirksamen) Verbraucherverhaltens Anbieter wie Verbraucher sind im Regelfall auf ihre Eigeninteres- sen bedachte Wirtschaftssubjekte, die übergeordneten allgemeinen Interessen nur dann zu folgen bereit sind, wenn entsprechende Maß- nahmen und Instrumente vorhanden sind, die den Markt unter diesen allgemeinen Interessen ordnen. Produktionsverfahren und Produkt- angebote sind betriebswirtschaftlichen Kalkulen unterworfen. Allge- meine und unverbindliche Leitziele, etwa schonend mit der Umwelt umzugehen oder "vernUnftige" Dinge zu produzieren, spielen hierin wohl eher eine sehr periphere Rolle. Allgemeininteressen werden dann realisiert, wenn es entsprechende Instrumente gibt, diese Inter- essen durchzusetzen, Haftungs- und Schadenersatznormen mit einer breiten Schicht Anspruchsberechtigter, Auflagen bei Produkten und Verfahren, die entsprechenden normativen Charakter haben und durchgesetzt werden können oder Abgaben für bestimmte Produkte

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