Full text: Umweltpolitik (51)

möglichst gering zu halten ist, so sind es bei der Nutzung der Kern- energie die beim Betrieb eines Kernkraftwerkes entstehenden radio- aktiven Stoffe, die in ihrer Auswirkung auf die Umwelt zu begrenzen sind. Ohne auf Einzelheiten der Entstehung dieser Stoffe einzugehen, seien folgende Gruppen angeführt: o Spaltstoffe aus der Spaltung der Brennstoffkerne o Aktivierungsprodukte durch Neutroneneinfang o Transurane durch Kernumwandlung, insbesondere Plutonium. Der größte Teil dieser Stoffe wird im Inneren der Brennstäbe er- zeugt und bleibt dort eingeschlossen. Die Aktivierungsprodukte je- doch entstehen im Reaktorwasser selbst, hauptsächlich aber in den Strukturteilen des Reaktorkerns sowie in den mit dem Reaktorwasser mitgeführten Korrosionsprodukten der Komponenten des Reaktor- Kühlkreislaufes. Ein geringer Teil von gasförmigen und leicht flüchtigen Spaltpro- dukten gelangt teils durch Diffusion, teils durch praktisch unvermeid- liche Undichtheiten an einzelnen Brennstäben ins Reaktorwasser. Da eine absolute Dichtheit auch der Kreisläufe nicht erreicht werden kann, müssen geringe Leckagen in Kauf genommen werden und mit ihnen die darin enthaltenen radioaktiven Stoffe, die auf diesem Wege auch in die Raumluft von Teilen des Anlagen-Kontrollbereiches ge- langen können. 5.4.2. Umweftauswirkungen bei Normafbetrieb Der Betrieb von Kernkraftwerken erfordert, geringe Mengen an gasförmigen radioaktiven Stoffen über den Abluftkamin sowie flüs- sige radioaktive Abfälle tiber den Vorfluter kontrolliert und im Rah- men der behördlich festgelegten Grenzen an die Umgebung abzuge- ben. Die höchstzulässigen Abgaberaten für radioaktive Stoffe werden von den Behörden auf Grund der nationalen Gesetzgebung (z. B. Strahlenschutzgesetz und Strahlenschutzverordnung) im Einklang mit den Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommis- sion (ICRP) so festgelegt, daß die daraus resultierende Strahlenbela- stung der Bevölkerung etwa im Bereich von 1% der natürlichen Strahlenbelastung und damit innerhalb ihres Schwankungsbereiches zu liegen kommt. 133

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.