Full text: Umweltpolitik (51)

steuer im Verpackungsbereich diskutiert. Vor allem für Einwegge- binde wurden Überlegungen angestellt. Das Einweggebinde könnte verteuert werden und der Konsument dadurch eher Mehrweggebinde kaufen. Denkbar sind auch Steuern sowohl auf die einwegverpackten wie auch auf die mehrwegverpackten Geträ.nke. Bei hä.ufigen Umlä.u- fen der Mehrweggebinde werden diese geringer belastet. Es ist aller- dings auch hier fraglich, ob tatsä.chlich auf Preissteigerungen reagiert würde. Außerdem besteht die Möglichkeit, daß die Getränkeindustrie die Steuer auf andere Getränke (in Mehrweggebinden) schrä.gwä.lzt. Die allokativen Effekte gehen dann verloren. 12.3. Praktizierte Modelle In verschiedenen OECD-Staaten kommt das Instrument der Um- weltabgaben zum Einsatz. Umweltabgaben in OECD-Staaten nach Umweltmedien Abf.1I Luft Frankreich BRD Niederlande Australien Finnland BRD Niederlande Norwegen Schweden Japan l\hedcrlande Norwegen Japan Frankreich BRD Niederlande SchweizUK Quelle: OECD, Environment and Ecor\ol'r'li~~s, Issul~ Pl\~r.s S 115, Pari5 198... 12.3.1. Wasser In drei europä.ischen Staaten (Frankreich, BRD, Niederlande) exi- stieren Abwasserabgaben. In allen drei Ländern existiert eine mehr oder weniger wirkungsvolle Abwassergesetzgebung, die Abwasserab- gaben stellen ein ergänzendes Instrument dar. Frankreich begann Ende der sechziger Jahre dieses Instrument einzusetzen, die Nieder- lande Anfang der siebziger Jahre, in der BRD existiert eine Abwasser- abgabe seit 1981. Ziel des Gesetzgebers der BRD war es, für die Abgabenpflichtigen - industrielle und kommunale Direkteinleiter - einen wirtschaftli- chen Anreiz zu schaffen, weniger Schadstoffe in die Gewässer einzu- leiten. Die Höhe der Abwasserabgabe richtet sich nach der Schä.dlich- 217

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