Full text: Umweltpolitik (51)

13.2.3. Papieraktion des Bundesministeriums für Handel, Gewerbe und
Industrie
Zur Unterstützung von wirksamen und notwendigen Umwelt-
schutzmaßnahmen sowie von Strukturverbesserungen hat das Bun-
desministerium fUr Handel, Gewerbe und Industrie drei Förderungs-
aktionen zugunsten dieses Industriezweiges gemeinsam mit dem
Wasserwirtschaftsfonds durchgefUhrt.
Es wurden Förderungszusagen fUr in der Regel 4prozentige Zin-
senzuschüsse zu einem Kreditvolumen von 8 Mrd. S bzw. für geför-
derte Investitionen in der Höhe von rund 14'7 Mrd. S erteilt.
Durch diese Aktionen konnten u. a. wirksame Umweltschutzmaß-
nahmen gesetzt werden.
Die Abwasserbelastung konnte von 1970 bis 1981 um 33% herab-
gesetzt werden. In einigen Zellstoffabriken wurden Umstellungen auf
umweltschonendere Aufschlußverfahren, Installation von Ablaugen-
verbrennungen und ChemikalienrUckgewinnung, Erhöhung der Ab-
laugenerfassung sowie Errichtung von Abwasserreinigungsanlagen
und in mehreren Papierfabriken eine weitgehende Schließung der
Wasserkreisläufe und Errichtung mechanisch~chemischer Kläranla-
gen durchgeführt.
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13.2.4. ERP-Großkredite
Investitionen zur Erzeugung von Umweltschutz können gefördert
werden (5%, 5 bis 10 Jahre, Eigenfinanzierung mindestens 15%).
Dem Umweltschutz kommt hier derzeit nur relativ wenig Bedeutung
zu.
13.2.5. ERP-Sonderkredite
Umweltschutz ist hier teilweise Entscheidungskriterium. Diese
Kredite kommen für Waldviertel, Weinviertel, und die Bezirke Wie-
ner Neustadt und Neunkirchen in Frage (1% bis 5. Jahr, dann 5% bis
15 Jahre; Eigenfinanzierung 30%).
        

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