Full text: Umweltpolitik (51)

Kosten der Sammlung der Autowracks aufkommen. Die anfallenden Metalle werden von der Hüttenindustrie verarbeitet. Die ansteigende Menge an Altreifen wird zunehmend durch Wie- derverwertungsbetriebe als Rohstoff verwertet. Ein großer Teil wird als Energieträger in der Zementindustrie verbrannt. In vielen Gemeinden werden Sammlungen von Abfallstoffen (Pa- pier, Glas, Textilien, Kunststoffe, Batterien) durchgeführt und zur weiteren Verwertung gebracht. Die Verwertung von Abfallstoffen ist noch nicht allgemein üblich. Das gleiche gilt für die Sammlung und Beseitigung von im Haushalt anfallendem Sondermüll (Medika- mente, Lackreste, Putzmittel etc.). In Österreich sind zwar keine großen Kernenergieanlagen in Be- trieb, jedoch gibt es zahlreiche Stellen im Gesundheitswesen und in der Industrie, wo radioaktiver Abfall anfällt. Bisher gibt es für radio- aktive Abfälle mit langer Halbwertszeit nur ein Zwischenlager in Sei- bersdorf und kein Endlager. 23 1.7. Umweltbereich "Chemikalien" EG-Behörden schätzen, daß sich derzeit in den Industriestaaten etwa 45.000 bis 60.000 Chemikalien am Markt befinden. Auf Grund der EG-Regelungen werden in den Mitgliedsstaaten die Chemikalien in einer Inventarliste, dem sogenannten Altstoffregister, zusammenge- faßt. Im Rahmen des OECD-Chemie-Prüfungs-Programmes werden derzeit Methoden ausgearbeitet, die eine einheitliche Prtifung von Chemikalien regeln sollen. Diese Verfahren sollen dann für die Mit- gliedsstaaten verbindlich sein. In Österreich ist ein allgemeines Chemikaliengesetz in Ausarbei- tung. In vielen Industriestaaten, wie z. B. in der Bundesrepublik Deutschland, existiert ein solches. Art und Menge der hierzulande am Markt oder in der Produktion befindlichen Chemikalien sind weitge- hend unbekannt, weil keine generelle Verpflichtung zur Registrie- rung besteht. Eine Überwachung der Handhabe von Chemikalien ist bei Lebensmitteln, Kosmetika, Pflanzenschutzmitteln, Arzneimitteln und Giften vorgeschrieben.

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