Full text: Umweltpolitik (51)

Übernutzungsfolgen oder Auswirkungen von Kontaminationen (z. B. des Grundwassers) vermindert oder vermieden werden. Die Förderung der oben genannten Verfahren sollte sich auch auf die wissenschaftliche Forschung und Weiterbildung sowie auf ein aus- gedehntes Kontrollwesen erstrecken. o Es ist sicherzustellen, daß in Österreich die jeweils modernsten und dem jüngsten Stand der Umweltverträglichkeit entsprechen- den Pflanzenschutzmittel auf dem Markt sind und angewendet werden können. Ausländische Untersuchungsergebnisse mit ent- sprechenden Standards sollten ohne administrative Verzögerun- gen für den österreichischen Bedarf anerkannt werden. o Bei der Bewilligung von Rodungen ist besondere Sorgfalt zwecks Gewährleistung des Wasser-, Luft- und Bodenschutzes anzuwen- den. o Der Ausbau der Weiterbildung und Beratung zur Förderung ver- stärkt ökologisch orientierter Produktionsweisen ist zu begrüßen. 2.3.3. Fremdenverkehr o Die Schutz- und Wohlfahrtswirkungen des Waldes (Luft, Wasser, Kleinklima) sind zu erhalten bzw. zu verbessern, nicht zuletzt deshalb, um die Fremdenverkehrsattraktivität der Waldgebiete und ganzer Regionen auf lange Sicht zu gewährleisten. o In Hoffnungsgebieten für einen "neuen Tourismus" ist die Erho- lungslandschaft mit geringem Kapitaleinsatz, kleiner Infrastruk- tur, und geringer Landschaftsbelastung zu erschließen. o Bei der weiteren touristischen Erschließung in geschlossenen Sied- lungszentren ist fUr ausreichende Frei- und Erholungsflächen vor- , zusorgen. o In den hochentwickelten Fremdenverkehrsregionen sollte keine Förderung des Kapazitätenausbaues erfolgen. In diesen Regionen sollte sich die Förderung auf qualitätsverbessernde Investitionen beschränken, da in mehreren Tourismuszentren bereits erhebliche Umweltbeeinträchtigungen zu beobachten sind. o Altstadterneuerungen und Ortsbildpflege sind an die Erforder- nisse zur Wahrung des Landschafts- und Stadtbildes anzupassen. o Verkehrsfreie Zonen sind zu schaffen. Maßnahmen zur Verringe- rung des Durchzugsverkehrs (Ortsumfahrungen) und der Bau von Rad- und Fußwegen, sind vorzunehmen. 267

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