Full text: Umweltpolitik (51)

2.3.5. Verkehr/Energie 2.3.5.1. Verkehr o In der Verkehrspolitik ist dem umweltschonenden Verkehr eine Vorrangstellung einzuräumen. Dabei stehen folgende Ansatz- punkte für eine Verbesserung der Umweltqualität im Vorder- grund: Verbesserungen der Transportmittel und ihrer Antriebsaggre- gate zum Beispiel Motoren- oder Triebwerkskonstruktionen mit höherer Nutzung der eingesetzten Energie, mit verhinder- tem Schadstoffausstoß, mit Lärmdämmungseinrichtungen usw. Verbesserungen im Hinblick auf die Treibstoffe, z. B. weitest- mögliche Nutzung elektrischer Energie für Schienentransport- mittel, Dieselkraftstoff mit zunehmend reduziertem Schwefel- gehalt, Verringerung der Schadstoffe im Benzin usw. Stärkere Berücksichtigung der umweltpolitischen Erforder- nisse im Verkehrswegebau; z. B. bei Neutrassierung stark fre- quentierter Straßen- und Eisenbahnverbindungen Trassierung möglichst abseits von Siedlungsgebieten, Schallschutzbauten usw. Ferner wären die vermehrte Einführung verkehrsarmer Zonen und verstärkte Lärmschutzmaßnahmen bei stark fre- quentierten Durchzugsstraßen zu überlegen. Lärmexponierte Räume, die dem Straßenverkehr dienen, sind von Nutzungen freizuhalten, bei denen Lärm eine unzumutbare Belästigung darstellen würde. Straßen, die durch neue Verkehrswege ent- behrlich geworden sind, sind rückzuwidmen bzw. zu redimen- sionieren oder gar aufzulassen. o Durch die Gestaltung attraktiver Alternativangebote auf dem Per- sonen- und Güterverkehrssektor sollte ein erweiterter Anreiz zu Inanspruchnahme der Verkehrsleistungen der verschiedenen Gruppen von Verkehrsunternehmen angeboten werden, die sich dann dadurch umweltschonend auswirken, daß durch deren Inan- spruchnahme beispielsweise weniger Individualverkehr erfolgt. Die Effizienz der öffentlichen Verkehrssysteme soll durch Schaffung von VerkehrsverbUnden in den großen Zentralräu- men Österreichs unter Einbeziehung der Autobuslinien gestei- gert werden. Leistungsfähige Massenbeförderungsmittel sind in Ballungs- 269

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