Full text: Umweltpolitik (51)

80 Wassermaßnahmen (0'32%), Kosten fUr Abfallbeseitigung (0'11 %) und letztlich für Lärmbeseitigung (0'02%), Die Belastung mit direkten Kosten ist sehr gering für Konsum- und Investitionsgtiterbranchen (z, B, Bekleidung 0%, Lederverarbeitung 0'1%, Maschinen 0'2%), jedoch deutlich höher für Branchen der Grundstoffindustrie (Papiererzeugung 1'2%, Chemie 1'5%, Eisen~ hütten 1'8%, Erdölindustrie 2'8%), Diese hier ausgewiesenen Bela~ stungen dUrften auch für die Zukunft die Branchenhierarchien recht eindeutig widerspiegeln, obwohl offensichtlich je nach dem Be- wußtwerden bestimmter Umweltbelastungen immer wieder einzelne Umweltmedien, und damit einzelne Branchen und Produktions- zweige, kurzfristig stärkere oder schwächere Kostenbelastungen auf sich nehmen müssen (Beispiel: während der siebziger Jahre stärkeres Augenmerk der Wasserprobleme, damit stärkere Kostenbelastung der Papierindustrie, anfangs der achtziger Jahre stärkere Beachtung von Luftproblemen, damit der Erdölindustrie, Kraftwerke und Eisenhüt- ten u, a,), Obwohl z, B, bei technisch hochwertigen Investitionsgütern die di~ rekten Umweltschutzkosten gering sind, trägt dieser Sektor doch durch seine mit Umweltschutzkosten belasteten Vorleistungen insge- samt deutlich Umweltaufwendungen mit. Aiginger-Skolka (1982) ha- ben diese indirekten Effekte mit Hilfe eines Input-Output-Modells berechnet und dabei herausgefunden, daß auf Grund der internen Verflechtung der Industrie deren indirekte Kosten fast gleich hoch sind wie die direkten Kosten, Anderseits haben jene außerindustriel- len Sektoren, wie ElektrizitätswirtSchaft und öffentliche Hand, die hohe direkte Kosten aufweisen, nur relativ niedrige Verflechtungs- grade und daher niedrige indirekte Kosten, Indirekte und direkte Kosten zusammen ergeben die kumulativen Kostenbelastungen einzelner Bereiche durch Umweltschutzausgaben, Dabei zeigt sich, daß die BerUcksichtigung indirekter Effekte die branchenweisen Kostenunterschiede verringert, In einer Prognose für 1985, die die beiden Autoren durchfUhren, errechnen sie eine kumu- lative Belastung der Energieversorgung von 10% des BPW, des öf- fentlichen Dienstes von 5%, der nichtmetallischen Mineralien von 4%, der Chemie-, Erdöl- und Holzindustrie von 2'5% und der Me- tallverarbeitung von 1% (Variante 1 des Umweltszenarios; S, 539), All diese Berechnungen haben nicht jene Preiseffekte berücksich- tigt, die oben als eventuell preisdämpfend bzw, preisverstärkend ge- nannt wurden, Es erweist sich, daß in der empirischen Praxis tatsäch-

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