Volltext: Umweltpolitik (51)

92 als Verpackung für Lebensmittel eingesetzt werden, sondern muß hauptsächlich für Wellpappe, Karton, Schreibpapier u. ä. Verwen- dung finden. 9.1. Hausmüll Innerhalb der verschiedenen Abfallarten nimmt der Hausmüll vo- lumsmäßig eineri relativ großen Raumbedarf für die Deponierung in Anspruch. Die Verwertung von einzelnen Rohstoffen hat sich in der Praxis bereits bewährt. So ist z. B. die Sammlung von Altpapier, Altglas, Alt- textilien, Autowracks usw. in weiten Bevölkerungskreisen grundsätz- lich akzeptiert. Diese Materialien werden im Produktionsprozeß neu- erlich eingesetzt. In Müllverbrennungsanlagen wird die Verwertung der Abfälle je- doch zunehmend mit dem Ziel durchgeführt, daraus Energie zu ge- winnen (Näheres siehe Abschnitt HI.S.). Auch die Verwertung des Mülls im Sinne einer biologischen Umwandlung (Kompostierung) - wobei die Mitverarbeitung von toxisch unbelastetem Klärschlamm einen weiteren Vorteil bildet - kann bei guter Umweltvertdl.glichkeit des Kompostes einen wertvollen Rohstoff für Gartenbau, Landwirt- schaft etc. ergeben. Der weitere Ausbau der Bestrebungen zur Wiederverwertung des Hausmülls scheitert in vielen Fällen an der Unwirtschaftlichkeit der Sammler- und Wiederverwertungstätigkeiten, den fehlenden Techni- ken für Materialtrennung, dem Platzmangel zur Aufstellung von ge- trennten Sammelgefäßen, der dauerhaften Motivation der Bevölke- rung u. ä. Zur Verwertung des Hausmülls werden vielseitige Entwicklungs- anstrengungen, insbesondere hinsichtlich der physikalisch-techni- schen Verfahren zum Sortieren oder Trennen der Stoffe, unternom- men, um mit diesen Techniken eine wirtschaftlich tragbare Rückge- winnung zu erreichen. 9.2. Industrie Die Industrie bemüht sich in verstärktem Ausmaß, die im Produk- tionsbetrieb anfallenden Abfälle zu verwerten bzw. von vornherein zu

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