Volltext: Umweltpolitik (51)

III. AUSGEWÄHLTE SEKTORALE UMWELTPROBLEME 1. Industrie 1.1. Allgemeines Die Probleme des Umweltschutzes sind in den gewerblichen Be- trieben sehr vielschichtig und tangieren daher eine Reihe von ver- schiedenen Sektoren. Aus diesem Grunde sind mehrere Problemberei- che der Industrie bereits im Kapitel I. und 11.behandelt bzw. kommen auch noch in Kapitel IV. zur Sprache. Im Abschnitt 11.5.wurden bereits Möglichkeiten und Chancen für die österreichische Industrie aufgezeigt, um im Zusammenhang mit dem Umweltschutz innerbetrieblichen Nutzen ziehen zu können. Es darf aber nicht übersehen werden, daß eine Umweltverbesserung für zahlreiche Unternehmen auch finanzielle Belastungen mit sich bringt. Die österreichische Industrie wendet seit vielen Jahren beträchtli- che Mittel auf, um die bei der Produktion entstehenden Umweltbela- stungen zu verringern. Die auf Grund der gesetzlichen Bestimmun- gen notwendigen Umweltschutzmaßnahmen sind im allgemeinen nicht generell festgelegt, sondern werden durch die Behörde im Ein- zelfall unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse vorgeschrie- ben. Auch freiwillige, vom Betreiber beabsichtigte Umweltschutzmaß- nahmen werden vielfach mit der Behörde abgestimmt und bedürfen ebenfalls einer behördlichen Bewilligung. Die nachstehenden Ausführungen (Punkt 1.2. und 1.3.) sind haupt- sächlich den Problemen der Umweltschutzaufwendungen der öster- reichischen Industrie gewidmet. 1.2. Erhebungen der Bundeswirtschaftskammer Die Bundeswirtschaftskammer führte 1983 (wie bereits 1974 und 1978) eine Sondererhebung über die Umweltschutzaufwendungen der österreichischen Industrie durch, die den Zeitraum von 1978 bis 1990 umfaßt. Mit 4.460 Berichten konnten 2/3 aller Industriebetriebe mit 507.847 Beschäftigten (d. s. 86'3% aller Industriebeschäftigten) erfaßt werden. 95

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