Full text: Bodenpolitik in Wien (5)

erhöhte Nachfrage auch die Preise steigen. Es zeigt sich
auch hier die Notwendigkeit,, der Gemeinde ein gesetzliches
Instrumentarium in die Hand zu geben, das verhindert, daß
Maßnahmen der Gemeinde, die die Verbesserung eines Gebietes
zum Ziel haben, preissteigernd wirken, wodurch eben diese
Maßnahmen erschwert werden.
In den Stadtrandbezirken 21, 22 und 23 liegen die Preise er -
' wartungesgemäß unter denen in den vorwiegend dicht be¬
siedelten Bezirken. Im 21. Bezirk,im und um den Ortskern
von Floridsorf und im Bereich der Pragerstraße allerdings
kommen die Preise 1977 mit etwa 1.52o S/m schon nahe
an die der Bezirke 5,6 und 17 hej?an. In den Randgebieten
Stammersdorf, Strebersdorf und Groß Jedlersdorf liegen
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sie mit etwa 32o S/m deutlich niedriger. Im 22. Bezirk
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wurden 1977 für ein Grundstück 1.211 S/m und für ein anderes
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1978 684 S/m (Tamariskengründe) erzielt.
Zusammenfassend für die gegenwärtige Preissituation läßt sibh
sagen, daß die "City" (1. Bezirk) weit an der Spitae liegt,
gefolgt von citynahen Bereichen der angrenzenden Bezirke,
wo sich offenbar eine rapide Umwandlung zu Citybezirken (ge¬
kennzeichnet durch hohen Anteil an Dienstleistungsbetrieben, "
Verwaltungs- und Bürogebäuden) vollzieht, (siehe später)
In den Bezirken 5, 6, 15 und 17 (Bezirke mit stark über-
alte.ter Bausubstanz, hohem Anteil an schlecht ausgestatteten
Wohnungen und gravierenden strukturellen Problemen) liegen
die Preise weit darunter. Allerdings gibt es große Schwankungen
innerhalb dieser Bezirke,deren Ursachen später noch unter-
sucht werden sollen. \ .
        

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