Volltext: Bodenpolitik in Wien (5)

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GRUNDSTÜCKSFONDS
Die Ankaufspolitik der Gemeinde ist derzeit mangelhaft auf
Grund einer gewissen bürokratischen Inflexibilität und auf
Grund finanzieller Restriktionen.Diese beiden Faktoren wir¬
ken dabei nicht unabhängig voneinander. Bewirkt die Inflexi¬
bilität , daß bestimmte Grundstücke»die städteplanerisch
wichtig wären, auf Grund zu hoher Preisforderungen - re¬
lativ zum a priori "amtlich" festgesetzen Limit - nicht
gekauft werden können,so bewirkt die mangelnde finanzielle
Ausstattung , daß eine Bevorratungspolitik nur sehr beschränkt
durchgeführt werden kann. •
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Aus diesen Gründen sollte die Schaffung eines Grundstücks¬
fonds überlegt v/erden, der die- Ankaufsverhandlungen in
größerer Flexibilität durchführen könnte. Dieser Fonds
könnte sich auch am Kapitalmarkt verschulden, um eine zü-
gige Ankaufspolitik im Sinne einer Bevorratung zu betreiben,
insbesondere dort, wo in Zukunft stärkere Preissteigerungen
zu erwarten sind. Die angekauften Grundstücke sollten keines
wegs alle im Besitz der Gemeinde verbleiben und von ihr ver¬
waltet werden, sondern sollten im Rahmen einer mit der ge¬
meinnützigen Wohnungswirtschaft abgestimmten Bodenpolitik
an gemeinnützige Bauträger verkauft, .in Baurecht
übergeben werden bzw gegen andere Grundstücke getauscht
werden.
Besonders im dichtverbauten Gebiet ist eine aktive Bodenbe-
vorratungspolitik der Gemeinden nötig, um die Verwirklichung
langfristiger Planungsziele zu ermöglichen (zB Beseitigung
von Strukturmängeln'in bestimmten Gebieten oder der Stadt
als Ganzes), und um kurzfristig Maßnahmen setzen zu können,
die Härten vermeiden und eine gewisse Verbesserung der Wohn-
und WohnumweltSituation für die am härtesten Betroffenen
        

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