Full text: Bodenpolitik in Wien (5)

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entschieden ist, smdern. bereits über das Grundstück ver-
> fügen kann, sobald die Rechtsmäßigkeit der Enteignung
feststeht".
9) Die drastischen Unterschiede
zwischen dem Wert eines Grund
stück.es der der Be- Steuerung zu
Grunde liegt (Einheitswert) und
dem , d e r im Falle der Enteig¬
nung zur Preisbestimmung her¬
angezogen wird , s i n d aufzuheben
Eine angemessene Besteuerung
vor allem der unbebauten Grund
stücke ist schrittweise zu er¬
reichen.
Die derzeit bestehenden' Unterschiede zwischen Einheits¬
wert und Verkehrswert (das ist der beim Verkauf erzielte
Preis) seien an Hand zweier Beispiele demonstriert:
Im 4. Bezirk, in der Taubstummengasse wurde 1957 ein Viertel
eines Grundstückes um 60.000 Schilling verkauft. Im selben
Jahr betrug der Einheitswert für die Hälfte desselben.Grund¬
stückes 32.ooo Schilling, das ist etwas mehr als ein Viertel
des Verkehrwertes. . .
Noch eindrucksvoller scheint das 2. Beispiel:
Für eine Liegenschaft im 22. Bezirk betrug 1975 der Ein¬
heitswert 44.ooo Schilling. 1976 ersteigerte die Gemeinde
Wien das Grundstück um l.loo.ooo Schilling. Der Schätz¬
wert betrug l.o34.6oo Schilling!
        

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