Full text: Saisonale Muster von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Österreich (54)

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3. Betriebsdatenanalyse von Saisonschwankungen
Die folgenden Analyse setzt auf Ebene der Betriebe an. Die verwendete Unter¬
suchungsmethode erlaubt es, bei der Untersuchung der Bedeutung von saisonalen
Beschäftigungsschwankungen über die Branchenbetrachtung hinauszugehen. Ins¬
besondere wird mithilfe deskriptiver Indikatoren zwischen Betrieben mit bzw. ohne
saisonal fluktuierender Beschäftigung unterschieden. Weiters werden die Arbeits¬
marktkarrieren von Beschäftigten in Saisonbetrieben untersucht.
3.1. Charakteristika der Betriebsdatenstichprobe
Die Stichprobe basiert auf dem Social Security Employment Data Panel des IHS
(SSEDP)3. Für dieses Projekt wurden 1549 Dienstgeberkonten (im folgenden
Betriebe) erfaßt. Diese Betriebe wiesen im Zeitraum 1989 bis 1991 pro Jahr
zumindest ein Beschäftigungsverhältnis auf. Zu Beginn des Untersuchungszeit¬
raums wurden von diesen Firmen 15695 Personen beschäftigt, das entspricht in
etwa 0.5 % der Gesamtbeschäftigung Österreichs. Am Ende des Untersuchungs¬
zeitraums betrug die Beschäftigung 16707 Personen.
Übersicht 3.3-1 gibt einen Überblick über die sozioökonomischen Merkmale der
erfaßten Beschäftigten. Im Jahresdurchschnitt waren in den Stichprobenbetrieben
ca. 16500 Personen beschäftigt. Der Anteil der männlichen Arbeitskräfte beträgt
knapp 60 %, rund 45 % der Beschäftigten sind Arbeiter. Der Ausländeranteil
erhöht sich im Stichprobenzeitraum von rund 4 % auf 7 %. Rund 60 % der
Beschäftigten gehören der Altersklasse zwischen 25 und 50 Jahren an. Jeweils
rund 20 % sind jünger als 25, bzw. älter als 50.
Rund 2/3 der Betriebe beschäftigten weniger als 5 Arbeitnehmer, zwischen 5 und
20 Beschäftigte arbeiteten in 1/4 der Betriebe, lediglich 1.2 % der Unternehmen
wiesen über 100 Beschäftigte auf (vgl. Übersicht 3.1-2). Der Beschäftigungsanteil
der Betriebe mit weniger als 20 Dienstnehmern beträgt rund 30 %; etwa ebenso-
3) Das SSEDP basiert auf einer repräsentativen Stichprobe administrativer Massendaten über personenbezogene
Karriereverläufe. Brandel et al. (1993) gibt einen Überblick über Design, Datenstruktur und Grundcharakteristika der
Stichprobe.
        

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