Full text: Saisonale Muster von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Österreich (54)

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die Differenz zwischen Jahreshöchst- und Tiefststand (Amplitude) und setzt diese
in Beziehung zum Jahresmittel (vgl. Abschnitt 2.1). Die beiden Indikatoren wurden
für jeden Betrieb jeweils für die Jahre 1989 bis 1991 separat berechnet.
Entsprechend dem Ausmaß der relativen Beschäftigungsschwankungen erhielt
jeder Betrieb entweder einen®, zwei® oder drei^ Punkte. Die Punkte wurden über
den gesamten Untersuchungszeitraum aggregiert und alle Betriebe mit mindestens
7 Punkten® werden von uns als Betriebe mit saisonal fluktuierender Beschäftigung
(SF-Betriebe) klassifiziert. Anhand dieses Klassifikationsschemas identifizieren wir
338 Betriebe als SF Betriebe, in denen rund 8.5 % der Beschäftigten arbeiten.
Einen ersten Hinweis auf die Zuverlässigkeit des Indikators bietet die Betrachtung
der Beschäftigungsentwicklung in SF und SU Betrieben. Während die Beschäfti¬
gung in SU Betrieben kaum saisonalen Schwankungen unterliegt, erkennt man bei
den SF-Betrieben ein eindeutiges Saisonmuster (siehe Abbildung 8). Die Tiefst¬
stände bei der Beschäftigung liegen in den Monaten November, Februar und Mai;
Juli, August und September sind hingegen die Monate mit Spitzenbeschäftigung.
Überraschenderweise gehört auch der Dezember zu den Monaten mit relativ hoher
Beschäftigung, das läßt sich aber mit dem Winterfremdenverkehr erklären.
3.3. Beschäftigungsstruktur in Saisonbetrieben
Aus Übersicht 3.3-1 erkennt man die sozioökonomischen Merkmale der Beschäf¬
tigten in SF Betrieben. Im Jahresdurchschnitt 1990 liegt die Beschäftigung bei
1400 Personen, wobei rund 60 % Männer bzw. Arbeiter sind. Der Ausländeranteil
beträgt ca. 17 %. Über 1/4 der Beschäftigten ist jünger als 25 Jahre. Der Anteil
der über 50jährigen beträgt rund 15 %. Die SF Betriebe weisen eine kleinbetriebli¬
che Struktur auf (vgl. Übersicht 3.3-2). Während über 75 % der Betriebe weniger
als 5 Personen beschäftigten, gibt es nur 12 Beriebe mit mehr als 20 Beschäftig¬
ten. Großbetriebe mit über 100 Beschäftigten sind überhaupt nicht vertreten.
70 % der Beschäftigten arbeiten in Betrieben mit unter 20 Beschäftigten, der
Anteil der Betriebe mit über 50 Personen beträgt 1/10.
5) RR unter 25% bzw. VC unter 10%
6) RR zwischen 25% und 75% bzw. VC zwischen 10% und 30%
7) RR über 75% bzw. VC über 30%
8) Um Niveaueffekte der Betriebsgröße zu berücksichtigen, reichten bei Betrieben mit über 20 Beschäftigen bereits 6
Punkte.
        

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