Full text: Saisonale Muster von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Österreich (54)

14 Wie zu erwarten war, stellen die klassischen Saisonbranchen Gaststättenwesen (111), Bauwesen (33) und Landwirtschaft (29) die am stärksten besetzten Wirt¬ schaftsklassen dar. Weiters sind folgende Branchen überdurchschnittlich vertreten: der Handel ist mit 56 Betrieben die zweitgrößte Saisonbranche, mehr als 10 Betriebe stellen die Wirtschaftsklassen Verkehr, Metalle, Rechts- und Wirtschafts¬ dienste, Holz und Kunst. Die Beschäftigungsanteile zeigen ein ähnliches Bild (vgl. Übersicht 3.3-3): rund 35 % der Arbeitnehmer sind im Gaststättenwesen beschäf¬ tigt, ca. 17 % im Bau, hohe Anteile weisen weiters Handel, Rechts- und Wirt¬ schaftsdienste und Verkehr auf. Die verwendete Methode erlaubt es die unterschiedlichen Merkmale von Betrieben bzw. Beschäftigten in Hinblick auf die Saison zu analysieren. Rund 80 % der Betriebe mit einem Beschäftigungsanteil von über 90 % weisen einen saisonal unabhängigen Beschäftigungsverlauf auf. Hinsichtlich der sozioökonomischen Merkmale unterscheiden sich SU von SF Betriebe in Qualifikation, Nationalität und Altersstruktur der Dienstnehmer (vgl. Übersicht 3.3-4). SF Betriebe beschäftigten überdurchschnittlich oft Arbeiter, ausländische Beschäftigte und weisen einen höheren Anteil an jungen Beschäftigten auf. Dies entspricht den theoretischen Überlegungen. Auch der eindeutige Zusammenhang zwischen Saisonalität und Betriebsgröße (vgl. Übersicht 3.3-5) kommt nicht allzu überraschend. Ein¬ schränkend muß aber festgestellt werden, daß unser Indikator zur Klassifikation der Betriebe in Hinblick auf Betriebsgröße leicht verzerrt sein mag. Die Daten deuten aber eindeutig darauf hin, daß die Beschäftigung in Großbetrieben weit geringeren saisonalen Schwankungen unterliegt. Wie bereits ausführlich diskutiert, werden Landwirtschaft, Bau und Gaststätten¬ wesen als die typischen Saisonbranchen bezeichnet. Übersicht 3.3-6 bestätigt diese Kategorisierung allerdings nur teilweise. Zwar dominiert, relativ gesehen, die Beschäftigung in SF Betrieben in der Landwirtschaft und insbesondere im Gaststät¬ tenwesen. Rund 1/3 der Baubetriebe wird als SF Betrieb klassifiziert, deren Beschäftigungsanteil liegt aber nur bei 15 %. Geringfügig höhere Anteile weisen die Branchen Kunst, Gesundheit und Verkehr auf; ebenfalls einen hohen Anteil an Saisonbeschäftigten gibt bei den Rechts- und Wirtschaftsdiensten. Die vorliegen¬ den Daten bestätigen damit zwar auf den ersten Blick den Zusammenhang zwischen Branche und saisonaler Beschäftigungsschwankung. Innerhalb der

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