Full text: Aspekte der Arbeitsmarktintegration von Lehranfängern (53)

9gleichverteilt über die Wirtschaftsklassen (vgl. Tabelle 2.3-2). Eine Ausnahme stellt
das Gaststättenwesen dar, wo mehr als die Hälfte der Lehranfänger die Lehre im
ersten Ausbildungsbetrieb nicht absolviert. In der Kohorte 1985 liegt der Anteil der
Abbrecher insgesamt gesehen geringfügig höher (45.5 %) als 1981, neben dem
Gaststättenwesen beendet auch im Dienstleistungssektor zumindest jeder zweite
Lehranfänger seine Lehre im ersten Ausbildungsbetrieb nicht.
Nach einem Lehrabbruch wird in der Mehrzahl aller Fälle als nächster Beschäfti¬
gungsstatus wieder eine Lehrlingsepisode verzeichnet (siehe Tabelle 2.4.2-2). Jeder
zweite Lehrabbrecher geht ein neues Lehrverhältnis als Arbeiter ein, in 15 % der Fälle
folgt als nächste Beschäftigungsepisode eine Lehrstelle im Angestelltenverhältnis. Für
rund 1/3 der Personen wird als nächste Beschäftigungssituation ein Arbeiter- bzw.
Angestelltenverhältnis verzeichnet. Während über 70 % der männlichen Abbrecher
im Anschluß eine weitere Lehrstelle antreten, schwankt der entsprechende Anteil bei
den weiblichen Abbrecher zwischen 55 % und 60 %. Weibliche Lehrabbrecher
wechseln überdurchschnittlich oft in ein Beschäftigungsverhältnis als Arbeiterin.
        

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