Full text: Die Verteilung der persönlichen Einkommen in Österreich (15)

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mensteuergesetzes6 zusammengefaßt. Haushalte mit diesem Einkunfts¬
schwerpunkt standen in der Hierarchie der Durchschnittseinkommen
1956 an unterster und 1972 immer noch mit großem Abstand zu den
Arbeitnehmerhaushalten an vorletzter Stelle.
Eine Aufgliederung der Haushalte mit schwerpunktmäßigen Besitz¬
einkünften existiert nur für das Jahr 1956. Bei knapp über 2000 Haus¬
halten bildeten Einkünfte aus Kapitalvermögen die wichtigste Ein¬
kunftsart. Diese Haushalte hatten ein Durchschnittseinkommen, das
jenem der freien Berufe am nächsten kam. Sie entsprechen noch am
ehesten dem früher viel zahlreicher anzutreffenden Typus des wohlha¬
benden Rentiers. Die beiden restlichen Besitzeinkommenstypen fallen
mit ihren Durchschnittseinkommen in sehr niedrige Einkommensbe¬
reiche.
Tshpl "] O
Besitzeinkünfte 1956
durchschnittliches
Schwerpunktm&ßige Zahl der Fälle Jahreseinkommen
Einkunftsart je Fall in S
Kapitalvermögen 2.021 56.122
Vermietung und Verpachtung 9.064 11.446
Sonstige Einkünfte 5.157 21.241
Insgesamt 18.262 20.115
Quelle: Einkommensteuerstatistik 1956
Da die Steuerstatistiken keine geeigneten Vergleichszahlen für die
Einkommen der Arbeitnehmerhaushalte enthalten, mußte diesbezüg¬
lich auf die Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurück¬
gegriffen werden. Das Durchschnittseinkommen je Arbeitnehmerhaus¬
halt errechnet sich aus der Bruttolohn- und Gehaltssumme, vermindert
um jene Lohneinkünfte, die laut Einkommensteuerstatistik Haushalten
mit schwerpunktmäßigen Nichtlohneinkommen zufließen, vermehrt
um jene Nichtlohneinkommen, die laut Einkommensteuerstatistik
schwerpunktmäßigen Arbeitnehmerhaushalten zufließen. Das so er¬
rechnete Durchschnittseinkommen je Arbeitnehmerhaushalt ist inso¬
fern noch zu niedrig, als Nichtlohneinkommen in unbekannter Höhe
(v. a. Zinsen!), die Arbeitnehmerhaushalten zufließen, aber von der
Einkommensteuerstatistik nicht erfaßt werden, nicht berücksichtigt
sind. Obwohl solche Nebeneinkommen überproportional gestiegen
sind, sind sie wohl nach wie vor bezogen auf die gesamte Lohnsumme
von ganz untergeordneter Bedeutung und würden das Durchschnitts¬
einkommen nur geringfügig beeinflussen.
Die geringfügige Untererfassung der Arbeitnehmerhaushaltseinkom¬
men, wie sie aus der dargelegten Berechnungsmethode resultiert, wird
vermutlich überkompensiert durch die UnVollständigkeit der Erfas¬
sung der Selbständigenhaushaltseinkommen, da Nebeneinkünfte, v. a.
        

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