Full text: Beschäftigungs- und Budgetpolitik (66)

14 Siehe Grafiken 3 und 4 im Anhang In seiner Geschichte war Irland lange Zeit geprägt vom sozialen Elend großer Teile der Bevölkerung. Die Auflösung der Armutsbedingungen in bestehenden Sozialmi¬ lieus erfolgt daher nur langfristig. "Partnership 2000" hat unter der Parole "Inclusion" hier Schwerpunkte gesetzt, insbesondere bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Durch das rasche Wirtschaftswachstum ist es Irland gelungen, seinen wirtschaftli¬ chen Rückstand gegenüber Großbritannien aufzuholen. Dies wurde 1996 erreicht, bei "prognosegemäßem" Wachstum beider Länder wird Irland 1998 einen Vorsprung im pro Kopf-BIP von ca. 5% haben - in historischer Perspektive wäre das ein ganz außerordentliches Ergebnis. Siehe Grafik 5 Es wird ein wenig dadurch relativiert, daß ein relativ hoher Teil des in Irland erwirt¬ schafteten BIP dazu verwendet wird, Gewinnausschüttungen an die Muttergesell¬ schaften der in ausländischem Besitz stehenden Unternehmungen zu tätigen. Dies findet seinen Ausdruck in der großen Diskrepanz zwischen BIP und Bruttosozialpro¬ dukt, welche zuletzt ca. 10% betrug. Das heißt, daß das im Land selbst zur Vertei¬ lung gelangende Einkommen um diesen Prozentsatz niedriger ist als das erwirt¬ schaftete BIP - bei den meisten Ländern ist diese Differenz vernachlässigbar gering. Aber auch wenn man diese Tatsache in Rechnung stellt, ist der irische Weg ein Er¬ folg gewesen.

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