Full text: Beschäftigungspolitik (72)

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- anschließend, nach einer sichergestellten sprachlichen, falls erforderlich
auch schriftlichen passiven und aktiven Beherrschung der deutschen
Sprache entsprechende berufsqualifizierende Maßnahmen
- günstig ist nach Erreichen eines adäquaten sprachlichen Ausgangsni-
veaus eine Kombination aus beruflicher Qualifizierung und begleiten-
dem Sprachunterricht
Interessierte Arbeitgeber sollten hierfUr Kosten übernehmen, ansonsten
sollte die Finanzierung über die Integrationsprogramme des Bundes (Flücht-
linge), der Länder und Gemeinden erfolgen.
Weiterbildungsmaßnahmen rur ausländische Jugendliche dürfen nicht ein-
geschränkt werden, wobei besonderes Augenmerk auf die Vermittlung einer
allgemeinen Grundbildung zu legen ist.
3.2.6. Jugendliche Arbeitslose
Österreich steht vor dringendem Handlungsbedarf: das Angebot an Lehr-
stellen sinkt, Jugendliche haben daher immer geringere Chancen auf eine
Lehrausbildung. Das Problem verschärft sich zusätzlich durch geringere Auf-
fangsmöglichkeiten im berufsbildenden Schulwesen.
Der Beirat hält die Entwicklung von Maßnahmen fUr erforderlich, die
- vermeiden, daß ein Sockel von arbeitslosen Jugendlichen entsteht, die
keine Chance mehr haben, in den Arbeitsmarkt hineinzukommen,
Anreize zur Beibehaltung bzw. Ausweitung des Lehrstellenangebots ge-
ben,
gewährleisten, daß der zukünftige Bedarf an Fachkräften abgedeckt
werden kann.
Da die Kompetenzen, betreffend die Probleme von österreichischen und
ausländischen Jugendlichen, sehr breit gestreut sind, ist eine "Initiative Aus-
bildung der Jugend" unter Einbindung aller öffentlichen Stellen und d<:rSozi-
alpartner anzustreben.
3.3. Berufs(wieder)einstleg von Frauen
In Zusammenhang mit familiär bedingten Unterbrechungen oder mit fami-
liär bedingter Teilzeitarbeit gehen häufig berufliche Kompetenzen verloren;
meist sind hiervon Frauen betroffen.
Die erforderliche berufliche Stabilisierung hängt in hohem Maße von einem
gelungenen Wiedereinstieg ab.
Bei der Planung von Maßnahmen ist unbedingt zu berücksichtigen, daß das
zentrale Problem nicht nur in der Qualifikation(sanpassung) liegt. Ein Wie-
dereinstieg kann auch an der Vereinbarkeit von Arbeitszeiten und Betreuungs-
pflichten liegen.
Gefördert werden soll
        

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