Full text: Beschäftigungspolitik (72)

Verbesserung der Lehrstellenförderung ftlr Mädchen in Berufen mit geringem
Frauenanteil sowie eine "Weiterbildungsoffensive" ftlr Wiedereinsteigerinnen
nach Berufsunterbrechung wegen Kinderbetreuung.
5. Öffentliche Beschliftlgungslnitlativen
In einigen Regionen wurden bereits gemeinnützige Arbeitskräfteüberlas-
sungen eingerichtet. Für Langzeitarbeitslose könnten darüber hinaus neue
Modelle einer Kombination von Sozialtraining (etwa in Form einer Beschtifti-
gungsgesellschaft) und hegleitender Qualifizierung entwickelt werden. Dieser
"sekundäre Arbeitsmarkt" sollte jedoch weiterhin ein Transitarbeitsmarkt blei-
ben und sich nicht als Dauerarbeitsmarkt zweiter Klasse etablieren. Als aktive
Instrumente bieten sich auch Einstellbeihilfen, Arbeitsbeschaffung, Kinderbe-
treuungshilfen u. ä. an. (siehe dazu unter ..Problemgruppen '').
6. UnternehmensgrOndung
Weiters wurde das Projekt "Gründerprogramm" vom AMS gestartet, wel-
ches Arbeitslosen bei der Gründung eines Betriebes kostenlose Beratung sowie
den fortgesetzten Bezug von Arbeitslosengeld ermöglicht. Dieses unbürokrati-
sche und kostengünstige Modell zeichnet sich durch hohe Effizienz und auch
im internationalen Vergleich hohe Erfolgsquoten aus.
7. Institutionelle Rahmenbedingungen
Der Ausbau von EDV-Selbstbedienungsgeräten ftlr Arbeit- und Ratsuchen-
de wird ebenso wie die Verbesserung der Ausbildung der Mitarbeiter des Ar-
beitsmarktservice sowie die Entwicklung von Managementrnethoden mit Hilfe
sogenannter "Performance-Indicators" vorangetrieben. Die Abgabe von Auf-
gaben, die früher von den Arbeitsämtern zu erledigen waren und nunmehr von
anderen Rechtsträgern wahrgenommen werden, wird die Betreuungskapazitä-
ten im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik erweitern.
Um die Möglichkeiten der aktiven Arbeitsmarktpolitik, zum Abbau der Ar-
beitslosigkeit beizutragen, voll zu nutzen, muß sie noch effektiver werden. Die
Ergebnisse der Organisationsanalyse durch das holländische Institut ftlr Po-
licy-Research weisen daraufhin, daß durch die erfolgte Ausgliederung der Ar-
beitsmarktverwaltung günstige Voraussetzungen daftlr geschaffen wurden, um
die Organisationsstrukturen effizienter zu gestalten. Die vollzogene Ausgliede-
rung bietet darüber hinaus die Voraussetzungen daftlr, die ftlr Infrastruktur
und Personal aufzuwendenden Mittel im Sinne der Zielsetzung des Arbeits-
marktservice optimal einzusetzen, wobei dem Gedanken der Dezentralisation
als Teil dieses Reorganisationsprogrammes besondere Bedeutung zukommt.
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