Volltext: Beschäftigungspolitik (72)

dem Ziel, eine Anlage pro Jahr zu errichten, beträgt das jährliche Inve-
stitionsvolumen 2 bis 2,5 Mrd. S.
Die Anhebung des Investitionsfreibetrags von 9% auf 12% sollte auch
kurzfristig zu einer Erhöhung der Investitionen in den Unternehmungen
fUhren.
2. Exportoffensive
Durch Ausschöpfung des vorhandenen Exportpotentials der österreichi-
schen Wirtschaft sollen Wachstum und Beschäftigung erhöht werden. Eine
Steigerung des Exportvolumens kann pro Mrd. S eine zusätzliche Beschäfti-
gung von etwa 750 Arbeitnehmern bedeuten.
Die Verbesserungen der Bestimmungen im Bereich der Exportförderung
und -finanzierung sollten rasch umgesetzt und flexibel gehandhabt wer-
den. Die bisherige Befreiung von der KreditvertragsgebUhr bei staatlich
garantierten Krediten sollte dort beibehalten werden, wo solche Risken
nun durch private Kreditversicherungen abgedeckt werden. Möglichkei~
ten, wie Soft-loans international wettbewerbsfähig zu gestalten sind,
sollten geprüft werden.
- Erleichterung der Firmenkommunikation durch Beschleunigung der Vi-
saerteilung bei ausländischen Geschäftsreisenden sowie Maßnahmen zur
raschen Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen fUr ausländische FUh~
rungskräfte und Techniker.
- Fortsetzung der Förderung von Industrieansiedlungen, insbesondere
wenn es sich um technologie- und exportintensive Unternehmen handelt.
Solche Ansiedlungen schaffen auch Beschäftigung ftlr kleine und mittel-
große Zulieferfirmen.
- Die aktive Investorenwerbung ist dahin zu verstärken, daß Maßnahmen
zur allgemeinen Imagebildung Österreichs als Wirtschaftsstandort for-
ciert werden. Die Investorenwerbung ist ausreichend zu dotieren und ef-
fizienter zu gestalten, indem die Ressourcen bestmöglich koordiniert
werden. Notwendig sind hieftlr ein einheitliches Leitbild als modemes
Industrieland im Ausland, die nationale Koordination zwischen Bundes-
und Landesansiedlungsgesellschaften, ein zentraler Ansprechpartner auf
Landesebene zur Erleichterung des Behördenverfahrens und der Förde-
rungen sowie der verstärkte Einsatz der Außenhandelsstellen der Wirt~
schaftskammer ftlr die Profilierung des Wirtschaftsstandorts.
3. Förderune der privaten Investitionen, der Gründung neuer
Unternehmungen und Maßnahmen zur Stärkung der
WettbewerbsfAhle:kelt
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