Full text: Beschäftigungspolitik (72)

Teile der Privatisierungserlöse sollen ftlr Offensivmaßnahmen im Tech-
nologie- und im Ausbildungsbereich verwendet werden.
- Ausbau der Kooperation zwischen universitären/außeruniversitären For-
schungseinrichtungen und den industriell-gewerblichen Unternehmen,
um wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse ftlr die Industrie und Ex-
portwirtschaft nutzbar zu machen.
Prüfung der Möglichkeit der Einrichtung von Technologiefonds nach
dem Vorbild des amerikanischen SBlC (Small Business Investment Cor-
poration)-Modells, bei dem im Erfolgsfall private Fondsfmanziers auf-
grund der staatlichen Beteiligung an der Finanzierung zu Fixzinsen
(z. B. Darlehen) einen Leverage-Effekt lukrieren können.
~. Technolo&iepolltik
6. Quallnkationsoffensive
QualifIzierte Beschäftigte - vor allem Facharbeiter und Ingenieure - sind
traditionell eine der größten Stärken der österreichischen Wirtschaft. Durch
den rascheren technologischen Wandel werden spezialisierte QualifIkationen
jedoch leichter obsolet. Daher ist eine umfassende Reform des Ausbildungs-
systems notwendig, die die Rahmenbedingungen ftlr lebensbegleitendes Ler-
nen sichert. Ein besonderes sozial- und gesellschaftspolitisches Anliegen stellt
auch die gute berufliche Qualifikation Jugendlicher dar. Eine bessere Ausbil-
dung bedeutet zudem bessere Entwicklungschancen und die Möglichkeit eines
selbstbestimmten Arbeitens ftlr die Beschäftigten.
- Fachhochschulen: Einrichtung von Fachhochschulen ftlr Berufstätige in
Schwerpunktbereichen; Anbindung an regionale und innovative Wirt-
schaftscluster nach entsprechender Bedarfsanalyse.
- Aus- und Weiterbildungseinrichtungen neuen Typs: Kooperation von
Aus- und Weiterbildungseinrichtungen; berufsbildende Schulen sollen
ftlr Weiterbildung am Abend vermehrt geöffnet werden - Ausbau zu
Bildungszentren.
Das duale Berufsausbildungssystem jar Lehrlinge soll nicht nur den
Übergang von der Pflichtschule ins Berufsleben ermöglichen und die
Nachfrage nach qualifIzierten Fachkräften abdecken, sondern auch ver-
stärkt motivieren, weitere Bildungswege - speziell ftlr Berufstätige -
einzuschlagen.
- Die Wirtschaft wird sich bemühen, ein ausreichendes Lehrstellenangebot
sicherzustellen.
Das Ansehen der Facharbeit in der Gesellschaft ist zu heben.
Da sich die beruflichen QualifIkationsanforderungen durch die wirt-
schaftlichen und technischen Entwicklungen laufend ändern, ist künftig
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