Volltext: Einfluss des Wirtschaftswachstums auf die Arbeitslosigkeit (75)

- 6 -
3.2 Beschäftigung im internationalen Vergleich
Gemessen an der Beschäftigungsentwicklung in den neunziger Jahren liegen Irland,
die Niederlande, Spanien und Griechenland an der Spitze. Finnland, Schweden und
Italien bilden das Schlusslicht.
Für Irland und die Niederlande fällt also die Verringerung der Arbeitslosigkeit mit
einem kräftigen Anstieg der Beschäftigung zusammen. In Großbritannien und
Dänemark war dagegen der Rückgang der Arbeitslosigkeit mit einer bestenfalls
durchschnittlichen Entwicklung der Beschäftigung verbunden. Die Verringerung des
Arbeitsangebots durch bezahlte Karenzzeiten in Dänemark und statistische
Neudefinitionen der Arbeitslosenquote in Großbritannien dürften wesentlich zu dieser
Divergenz beigetragen haben.
Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit in Finnland und Schweden geht mit der
ungünstigen Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung in diesen Ländern während
der neunziger Jahre konform. In Österreich ist dagegen die Arbeitslosenquote stärker
gestiegen, als man von der Beschäftigungsentwicklung her erwartet hätte. Eine
Erklärung dafür bietet der starke Zuwachs des Arbeitsangebots durch ausländische
Arbeitskräfte (1990/91), darüber hinaus auch das relativ geringe Ausmaß
arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen.
In der folgenden Analyse wird der Frage nachgegangen, inwieweit unterschiedliches
Wirtschaftswachstum die Beschäftigung beeinflusste und dies auch Niederschlag in
der Arbeitslosigkeit fand.
4. Starker Einfluss des Wirtschaftswachstums auf die
Beschäftigung
4.1 internationale Querschnittsanalyse
Die empirischen Untersuchungen zeigen, dass nach wie vor ein sehr enger
Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung besteht - sowohl
in Zeitreihen- als auch in Querschnittsanalysen. Die "Verdoom-Koeffizienten", die
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.