Full text: Vertikale und intraindustrielle Lohnstreuung in Österreich 1980-94 (85)

16 Pollan (2001) geht u. a. der Frage nach, welchen Einfluss Änderungen der Qualifikationsstruktur 
unter den Industriearbeitern auf die mittleren Branchenlohnzuwächse in der Periode 1981 bis 1998 
hatten. Zur Beantwortung werden hypothetische Stundenlöhne für 1998 berechnet, die auf der Beibe-
haltung der Qualifikationsstruktur jedes einzelnen Industriezweigs aus dem Jahre 1981 beruhen. Für 
die Glasindustrie beispielsweise ergibt sich für 1998 ein mit der tatsächlichen Qualifikationsstruktur 
gewichteter Durchschnittslohn, der um 6,5% über dem mit der Qualifikationsstruktur von 1981 gewich-
teten Durchschnittslohn 1998 liegt. Dies bedeutet, dass sich die Qualifikation der Arbeiter in den acht-
ziger und neunziger Jahren verbesserte: Die Besetzung verschob sich von niedrig bezahlten Hilfsar-
beitern und angelernten Arbeitern zu hochbezahlten Facharbeitern und qualifizierten angelernten Ar-
beitern.  
17 Pollan (2001) ermittelte für die Bekleidungsindustrie, dass die Stundenlöhne für das Jahr 1998 mit 
der tatsächlichen Qualifikationsstruktur um ein Prozent niedriger sind als mit unveränderter Qualifikati-
onsstruktur des Jahres 1981. Dies deutet auf eine geringfügige ‚Dequalifikation’ unter den Arbeitern 
hin. 
18 Vgl. Walterskirchen (1979) 11: Abbildung 1. 
19 Chaloupek (1980) 23. 
20 Walterskirchen (1979) 10. 
21 Vgl. Suppanz, Hannes, Die Lohndrift in Österreich, in: WIFO Monatsberichte 45/7 (1972) 302. 
22 Siehe dazu Chaloupek (1978) 200: Tabelle 5. 
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