www.arbeiterkammer.at WIRTSCHAFT & UMWELT 1/2008 SEITE 3
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EDITORIAL
BEI MEINER letzten Gesundenunter-
suchung wurde ein leicht erhöhter
Cholesterinwert festgestellt. Da But-
ter viel Cholesterin enthält, bin ich in
aller Konsequenz sofort vom Butter-
schnitzel aufs Fleischlaberl (für unse-
re deutschen Freunde: etwa wie von
der Frikadelle auf die Bulette) umge-
stiegen. Kenner der hiesigen Küche
können jetzt meinen, ich sei wo „au-
grennt“ (dagegen gelaufen). Ich hin-
gegen fühle mich in ziemlich guter Ge-
sellschaft. Seit Jahren empfiehlt mir
mein Landwirtschaftsminister Ähnli-
ches und er setzt es auch noch poli-
tisch durch. Es gibt ein Problem mit zu
viel CO2 und um das Klima zu schüt-
zen, sollen wir von mineralischen
Treibstoffen auf Agrartreibstoffe um-
steigen. Die Klimawirksamkeit dieser
Maßnahmen ist ungefähr so hoch wie
die Cholesterinwirksamkeit meines
Ernährungsumstieges – viele Agrar-
treibstoffe belasten durch die Art, wie
sie erzeugt werden, das Klima fast so
stark wie gängige Treibstoffe, manche
sogar mehr. Und als Draufgabe haben
sie noch alle Nebenwirkungen, die die
Intensivlandwirtschaft so hat: Boden-
belastung, Wasserverschmutzung und
Artenvernichtung.
Dennoch müssen diese Treibstoffe
doch irgend einen Vorteil haben –
sonst würden sie ja nicht so forciert
werden?! Nun, der Landwirtschafts-
minister kann so tun, als ob er etwas
für den Klimaschutz täte und gleich-
zeitig seinen großbäuerlichen Freun-
den reichlich Einkommen zuwachsen
lassen. Und für so manchen Autoviel-
fahrer bietet sich eine einfache Lö-
sung für sein ökologisches Gewissen.
Auch ein kalifornischer Politiker hat
schon umgestellt: „Mei Hummer foat
jez midn Beiodiesl.“ Nur muss man Ar-
nie und allen Geländewagenfreunden
sagen: Es gibt keine einfache Lösung.
Wer das Klima schützen will, muss
schon sein Verhalten ändern!
ThomasRitt
„BEIODIESL“
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IMPRESSUM
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Redaktion Mag. Thomas Ritt (Leitung, DW 2629),
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Grafisches Konzept Jakob Fielhauer, www.feelhower.com
Layout & Infografik Michael Haderer, www.design-apotheke.com
Fotograf Erwin Schuh, www.photoschuh.com
Coverbildbearbeitung Michael Haderer, Foto: Erwin Schuh
Druck UEBERREUTER Print und Digimedia,
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Die in Wirtschaft & Umwelt veröffentlichten Artikel geben nicht notwendigerweise die
Meinung der Bundesarbeitskammer wieder. ISSN 1028-4664
www.wirtschaftundumwelt.at
BETRIEB
BAUVERKEHR
 Weniger Verkehr zur und von der Bau-
stelle sowie am Bau selbst, wie soll das
gehen? Viele können sich eine ökologisch
sinnvolle Antwort darauf kaum vorstellen.
Das Projekt RUMBA (Richtlinien für um-
weltfreundliche Baustellenabwicklung)
zeigt, dass es geht. Seite26
LEBEN
SAUBERMACHEN
 Alles muss schnell gehen beim Sauber-
machen. Und damit's noch schneller und
effektiver geht, so wird oft geglaubt, wer-
den im Haushalt nicht selten ungeschaut
zum Teil sehr gefährliche Chemikalien ein-
gesetzt. Das muss nicht sein, es gibt öko-
logische Alternativen. Seite30
 Politiker und einschlägige Firmen wett-
eifern nach dem Motto: „Wer ist der Nach-
haltigste im ganzen Land?“ Die Rede ist
von so genannten Biotreibstoffen, die als
Ausweg aus der Energie- und Treibhaus-
gasproblematik gepriesen werden. Die EU
beschließt Beimischziele, die Regierung
einen Biomasse-Aktionsplan. Inzwischen
stellt sich heraus, dass die Ökobilanz die-
ser Agrotreibstoffe katastrophal ist.
Tanken oder Essen . . . . . . . . . . . . . . . . . .14
Regenwald tanken? . . . . . . . . . . . . . . . . . .18
Biomasse-Aktionsplan . . . . . . . . . . . . . . .21
Interview mit NR Abg. DI Dr. Wolfgang
Pirklhuber zum Biosprit . . . . . . . . . . . . .24
SCHWERPUNKT: AGROSPRIT
        

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