einbart, dass solche grundsätz-
lich nur an jüngere und sicherere
AKWs übertragen werden kön-
nen. Die aktuelle Restlaufzeit
des AKW Biblis A beträgt nur
mehr rund eineinhalb Jahre. Da-
nach muss es endgültig abge-
schaltet werden. Nun wird sich
das Bundesverwaltungsgericht
mit der Frage befassen. HO
E U -A BGA S B E S T I MMUNG EN
TRAKTOR AUF DEM
VORMARSCH
Der Traktor beackert längst nicht
mehr nur die Äcker, sondern
mischt auf der Straße ordentlich
mit. Gesetz benachteiligt schad-
stoffarme LKW.
Begünstigt wird dies durch la-
schere EU-Abgasbestimmungen
im Vergleich zu herkömmlichen
LKW. Traktoren müssen erst ab
2012 den heutigen Abgasstan-
dard von LKW erfüllen. Dies
verbilligt denAnschaffungspreis
erheblich. Traktorenhersteller
reagieren auch prompt und brin-
gen bestimmte Modelle auf den
Markt, die speziell für dasGüter-
beförderungsgewerbe tauglich
sind. Auch beim Fuhrpark von
Kommunen und Baufirmen wird
verstärkt auf Traktoren zurück
gegriffen. In Werbematerialien
werden sogar schon „autobahn-
taugliche“ Traktoren mit der er-
forderlichen Geschwindigkeit
angeboten. In Zukunft könnte
der Wettbewerb durch unter-
schiedliche Regelungen bei
Lenk- und Ruhezeiten sowie
Ausbildungsstandards verschärft
werden. Während LKW-Fahrer
NACHRICHTEN
 Grüne Mehrwertsteuer?
Der britische Premier Gor-
don Brown hat gemeinsam
mit dem französischen Prä-
sidenten Nicolas Sarkozy
den Vorschlag gemacht,
eine um fünf Prozentpunkte
niedrigere Mehrwertsteuer
für besonders energiespa-
rende Produkte einzuführen.
Trotz des anfänglichen Wi-
derstands wurde am EU-
Frühjahrsgipfel beschlossen,
sich die Sache näher anzu-
sehen. Ob die Kommission –
gewöhnlich eine Advokatin
von Steuerharmonisierun-
gen – dem auch zustimmt,
bleibt abzuwarten. Die Fest-
legung, welche Waren in den
Genuss des verringerten
Steuersatzes kommen sol-
len, wird sicher schwierig.
Neuer Ozon-Grenzwert in
den USA: Die US-Umwelta-
gentur EPA hat nach langen
Beratungen den Grenzwert
für bodennahes Ozon von
80 ppb auf 75 ppb gesenkt.
Umwelt- und Gesundheits-
fachleute kritisieren dies als
zu zaghaften Schritt, die In-
dustrie hingegen beklagt die
Kosten, die dadurch auf sie
zukommen. Der Grenzwert
in der EU liegt um 20 Pro-
zent höher, ist aber ein
Stundenmittelwert, während
es sich in den USA um einen
Achtstundenmittelwert han-
delt.
 Schlechte Luft in der EU:
Die Tages-Grenzwerte für
Feinstaub wurden 2005 in
44 Prozent der Überwa-
chungsgebiete der EU-25
überschritten, in über einem
Viertel der Gebiete wurde
der Jahres-Grenzwert für
Stickoxide überschritten.
Das zeigt eine aktuelle Stu-
die des European Topic Cen-
100
150
175
125
200
2000
176 175 173
170 168 165 163
162 161 161 161 159 161 164
140140
2001 2002 2003 2004 2005 2006
Flottendurchschnittswert, den die EU bis 2008 freiwillig erreichen will.
Diesel
Benzin
Flottendurchschnitt Österreich
CO
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(4
)
den gesetzlichen Aus- und Wei-
terbildungserfordernissen der
Berufskraftfahrerqualifikation
ab 1. September 2009 entspre-
chen müssen, gilt dies bei Len-
kern landwirtschaftlicher Nutz-
fahrzeuge nicht. FG
T I RO L
SEKTORALES LKW-
FAHRVERBOT
EU und Vorarlberg planen recht-
liche Schritte gegen Tirol.
Ab2.Mai 2008 gilt auf derTi-
roler Inntalautobahn (A-12) zwi-
schen Zirl und Kufstein ein sek-
torales LKW-Fahrverbot fürAb-
falltransporte. Dieses soll ab 1.
Jänner 2009 auf andere „bahn-
transporttaugliche Güter“ (Kork,
Rundholz, Keramik, Stahl,
Steine und Erze, Marmor und
Autos) ausgedehnt und der
Transport mit der „Rollenden
Landstraße“ erfolgen. Davon
ausgenommen sind besonders
betroffene Gebiete in Bayern,
Salzburg, Tirol und Südtirol. Das
„Tiroler Gesamtpaket“ sieht al-
lerdings auch ein allgemeines
Fahrverbot fürLKWmit denAb-
gasnormenEuro0und1undeine
Ausnahme vomNachtfahrverbot
für besonders umweltfreundli-
che LKW vor. Die EU-Kommis-
sion hat schon in einem ersten
CO2-EMISSIONENVONKRAFTFAHRZEUGENSTEIGENWIEDER
Der in den vergangenen Jahren beobachtete sinkende Trend der CO2-Emissionen von
Benzinfahrzeugen setzte sich auch 2006 fort. Bei Dieselfahrzeugen ist in den letzten
Jahren einAnstieg der durchschnittlichenCO2-Emissionen festzustellen, vor allemver-
ursacht durch den Trend zu SUV-Modellen (SUV – Sport Utility Vehicle – ein besonders
schweres, großes, geländegängiges und leistungsstarkes Fahrzeug). Da in Österreich
knapp zwei Drittel der NeuzulassungenDieselfahrzeuge sind, überwiegen in Summedie
CO2-Emissionssteigerungen gegenüber den Einsparungen. Das Ziel der Selbstver-
pflichtung der Automobilindustrie, den Flottendurchschnitt der Neufahrzeuge bis
2008 auf maximal 140 g CO2/km zu begrenzen, wird somit in Österreich verfehlt wer-
den. Insgesamt erreichen derzeit weniger als 28 Prozent der neu zugelassenen Fahr-
zeuge das gesetzte Ziel. LEI
SEITE 6 WIRTSCHAFT & UMWELT 1/2008 www.wirtschaftundumwelt.at
AUF EINEN BLICK: EU & EUROPA …
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