Full text: Chemie global (3)

www.ak-umwelt.at
www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & UmWelt  3/2011   Seite 3
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eDitORiAL
hat Professor 
F. am Beginn 
meiner ersten 
Chemiestunde im 
Gymnasium  lauthals 
verkündet. Daraufhin 
hat er reichlich Schwe-
fel angezündet und 
begonnen, eine Horde 
Pubertierende zu ste-
chendem Gestank in die 
Geheimnisse der Subs-
tanzenumwandlung 
einzuführen.
Inzwischen hat sich 
hierzulande einiges 
getan – sowohl in der 
Didaktik als auch in der 
chemischen Industrie. 
Aufgrund von Unfällen 
aber auch auf Druck 
besorgter Konsumen-
tInnen wurden Verfah-
ren sicherer gemacht, 
viele Filter, Kläranlagen 
und Rückhaltebecken 
gebaut und viele Subs-
tanzen auch verboten. 
Nicht zuletzt wird aktuell 
mit der REACH-Verord-
nung angestrebt, dass 
keine Chemikalien mehr 
verwendet werden, 
deren Auswirkungen 
nicht bekannt sind.
Im Jahr 2011 wird 
auf der ganzen Welt 
ein Jahr der Chemie 
begangen. Die UNO hat 
einen entsprechenden 
Beschluss gefasst. Alles 
gut also im internatio-
nalen Jahr der Chemie? 
Ja, aber nur wenn man 
ein sehr eingeschränk-
tes Sichtfeld hat. Vieles, 
was wir bei uns nicht 
mehr wollen, kommt 
doch zu uns – über 
Chemie  in unseren 
Importen. Und vieles, 
das wir bei uns nicht 
mehr anrichten wollten, 
wird in unserem Auftrag 
in den Erzeugerländern 
angerichtet: Eine halbe 
Million Menschen  stirbt 
jährlich, weil sie mit ge-
fährlichen Chemikalien 
arbeiten müssen. Und 
die Menschen in Bang-
ladesch sind extrem gut 
über Modetrends infor-
miert – die angesagten 
Farben der kommenden 
Saison können sie jetzt 
schon an der Färbung 
ihrer Flüsse ablesen. 
Chemie stinkt noch 
immer – heutzutage halt 
indirekt.
Wir sind virtuell 
umgezogen. Unsere 
Online-Ausgabe hat 
eine neue Adresse: 
www.ak-umwelt.at. Die 
aktuelle Ausgabe lesen 
und das umfangreiche 
Archiv nützen. Bitte 
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und Lesezeichen.    
 Thomas Ritt
chemie mUss
stinken …
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impressUm
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& Umwelt ver öffentlichten Artikel geben nicht notwendi gerweise 
die Meinung der Bundesarbeitskammer wieder. ISSN 1028-4664
betrieb 
bitterer kAkAo
Drei Millionen Kleinbauern 
und Bäuerinnen produzieren 
90 Prozent des weltweiten 
Kakaos. Kinderarbeit und 
-handel in der Produktion, 
schlechte Arbeitsbedingun-
gen bei der Verarbeitung 
– das süße Kakaogetränk 
hat einen bitteren Beige-
schmack.        Seite 26
lebeN
ÖkowAndern
Wandern ist ja an sich schon 
umweltfreundlich. Geht’s noch 
ökologischer? Ja. Um klima-
schädliche CO2-Emissionen 
zu reduzieren, kann man die 
Anreise entsprechend aus-
wählen und Touren aussu-
chen, die mit öffentlichen 
Verkehrsmitteln erreichbar 
sind.        Seite 30
Bunte Vielfalt zu niedrigen 
Preisen – das wird uns fast in 
allen Lebenslagen angeboten. 
Doch hinter dieser billigen Pro-
duktvielfalt verbirgt sich viel 
Umweltverschmutzung und 
hunderttausendfaches Leid 
durch menschenunwürdige 
Arbeits- und Lebensbedingun-
gen.  Seite 13
SCHwerpuNkt chemie globAl
UZ-Platz-
halter
…
Wirtschaft & Umwelt ist umgezogen!
Sie finden uns im Web nun unter der 
neuen Adresse: www.ak-umwelt.at
        

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