Full text: Chemie global (3)

WiSSeNSCHAFt
Grundsätzlich sollen Kon-
sumentInnen Getränke in 
möglichst hochwertigen Ver-
packungen bekommen. Hier 
zeigt sich, dass Glasflaschen 
mit optimierten Verschluss-
kappen die beste Variante 
sind.
Relativ unbekannt in der 
Öffentlichkeit dürfte sein, dass 
PET-Flaschen nicht bei hohen 
Temperaturen gelagert und 
keinesfalls mit Heißgetränken 
befüllt werden sollen, da sonst 
Antimon ins Getränk migrie-
ren kann. 
Vor allem aber haben sich 
viele unbeantwortete Fragen 
gezeigt, die man als Optimie-
rungspotenziale in Sachen Pro-
duktqualität und -sicherheit be-
greifen kann. Jedenfalls besteht 
Forschungsbedarf, den die Stu-
die auch für die unterschied-
lichen Akteure bei Getränken 
anspricht. Zwar geben die 
öffentlich zugänglichen Un-
tersuchungen keine Hinweise 
auf verbreitete Grenzwertüber-
schreitungen der untersuchten 
Substanzen. Einige der nachge-
wiesenen Substanzen sind aber 
potenziell endokrin wirksam 
(z.B. Bisphenol A, dreiwertige 
Antimonverbindungen) oder 
krebserregend (z.B. dreiwer-
tige Antimonverbindungen). 
Belastungen damit sollten je-
denfalls möglichst verhindert 
werden. 
Hier sind sowohl Abfüller 
als die Packmittelherstel-
ler, aber auch der Handel 
gefordert, weitere Verbes-
serungen in die Wege zu 
leiten. Gefordert ist auch die 
öffentliche Hand: Forschung, 
vor allem Grundlagenfor-
schung, wird gebraucht – die 
kürzlich vorgelegte Human-
„Biomonitoringstudie Öster-
reich“ ist hier ein Anfang. Was 
aber genauso nötig ist, ist auch 
mehr Kontrolle. 
So ist auch der in der So-
zialpartnerempfehlung Mehr-
weg ausgesprochene Wunsch 
an den Gesundheitsminister 
gemeint, er möge dazu „eine 
Plattform einrichten, die sich 
mit der Untersuchung und 
Erforschung der am Markt be-
findlichen Verpackungen und 
Verpackungsmaterialien (in-
klusive Kunststoffrezyklate) 
auf migrierende Substanzen 
beschäftigt, um – wo nötig – 
entsprechende Maßnahmen 
ergreifen zu können.“
Informationen zur Umweltpolitik 
Nr. 185: Elmar Schwarzlmüller, 
Harald Brugger: Gesundheitsrele-
vante Aspekte von Getränkeverpa-
ckungen, Bundeskammer für Arbei-
ter und Angestellte, Wien 2011 
Ak studienreihe: informationen zur Umweltpolitik
164 Einflussfaktoren auf die Höhe der Müllge-
bühren, 2005
165 R. Deussner, G. Kovacic Anteil 
des LKW-Quell-Ziel-Verkehrs sowie  
dessen Emissionen am gesamten Stra-
ßengüterverkehr in Wien. Erstellt vom 
Österreichischen Institut für Raumpla-
nung im Auftrag der AK Wien, 2006 
166 W. Lauber (Hrsg.) Privatisierung des 
Wassersektors in Europa. Reformbedarf 
oder Kapitalinteressen? 2006
167 Elisa Schenner EU und Wasserliberalisie-
rung – Eine Analyse auf internationaler 
und europäischer Ebene,  2006
169 Tony Musu REACH am Arbeitsplatz – 
Die potenziellen Vorteile der neuen eu-
ropäischen Chemikalienpolitik für die 
ArbeitnehmerInnen, 2006 (vergriffen)
170 Franz Greil (Hrsg.) Feinstaub am 
Arbeitsplatz Die Emissionen ultrafeiner 
Partikel und ihre Folgen für Arbeitneh-
merInnen, Tagungsband, 2006
171 Andreas Käfer, Judith Lang, Michael 
Hecht Luftverkehr und Lärmschutz –  
Ist-Stand im internationalen Vergleich 
– Grundlagen für eine österreichische 
Regelung, 2006
173 Franz Greil (Hrsg.) Welche Zukunft hat 
der Diesel? Technik, Kosten und Um-
weltfolgen, Tagungsband, 2007
174 Werner Hochreiter (Hrsg.) Umsetzung 
der EU-Umwelthaftungsrichtlinie in 
Österreich, Tagungsband ergänzt um 
Materialien und Hintergrunddokumente 
zum Diskussionsprozess, 2007
175 Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr 
2007
176 Cornelia Mittendorfer (Hrsg.) Die Stra-
tegische Umweltprüfung im Verkehrsbe-
reich Tagungsband, 2008
177 Cornelia Mittendorfer (Hrsg) Die UVP 
auf dem Prüfstand. Zur Entwicklung  
eines umkämpften Instruments Ta-
gungsband, 2008 
178 Werner Hochreiter (Hrsg) Die Umset-
zung der EU-Umgebungslärmrichtlinie in 
Österreich Tagungsband, 2008 
179 Feinstaubproblem Baumaschine Emis-
sionen und Kosten einer Partikelfilter-
nachrüstung in Österreich. Umweltbun-
desamt, 2009
180 Werner Hochreiter (Hrsg) Mehrweg 
hat Zukunft! Lösungsszenarien für Ös-
terreich im internationalen Vergleich, 
Tagungsband, 2010
181 Thomas Thaler  Siedlungswasserwirt-
schaft in öffentlicher oder privater Hand. 
England/Wales, die Niederlande und 
Porto Allegre (Brasilien) als Fallbei-
spiele, 2010
182 Werner Hochreiter (Hrsg)   Aktionspla-
nung gegen Straßenlärm – wie geht es  
weiter? Tagungsband, 2010, die Nie-
derlande und Porto Allegre (Brasilien) 
als Fallbeispiele
183 Christoph Streissler (Hrsg.) Agrotreib-
stoffe – Lösung oder Problem? Potenzi-
ale, Umweltauswirkungen und soziale 
Aspekte, Tagungsband, 2010
184 Lkw-Tempolimits und Emissionen: 
Auswirkungen der Einhaltung der 
Lkw-Tempolimits auf Autobahnen auf 
Emissionen und Lärm, Studie, 2011
185 Gesundheitsrelevante Aspekte von Ge-
tränkeverpackungen.  Studie, 2011
gratis bestellen unter:
wirtschaft.umwelt@akwien.at oder bei: 
Ak-wien, Abteilung umwelt & Verkehr,  
prinz-eugen-Straße 20-22, 1040 wien,  
tel: 01/50165-2404
Alle Studien können unter www.ak-umwelt.at als pDF heruntergeladen werden.
Wie gefährlich sind PET-Flaschen?
pet-flAschen dürfen nie mit heiss-
getrÄnken befüllt werden, dA sonst 
Antimon ins getrÄnk kommen kAnn.
AK-Tipp
tempoSÜNDer lkw
AK (Hg.): LKW-Geschwin-
digkeitsverhalten auf Auto-
bahnen, 2011
Es wurden händische 
Tempo messungen von LKW 
auf Autobahnabschnitten 
durchgeführt, die Ergebnisse 
mit automatischen Daten 
der ASFINAG verglichen 
und anhand standardisierter 
Prüfverfahren ausgewertet. 
Die LKW wurden nach Achs-
anzahl, Gewicht und deren 
Auswirkung auf das Temponi-
veau klassifiziert. 
www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & UmWelt  3/2011   Seite 35
www.ak-umwelt.at
        

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