www.ak-umwelt.atSeite 28  Wirtschaft & umwelt  2/2016
mit dem Forstgesetz 1975 wurde die Benützung des 
Waldes zu Erholungszwecken 
geregelt. Jeder darf den Wald zu 
Erholungszwecken betreten und 
sich dort aufhalten. Radfahren 
auf Forststraßen war aber 1975 
noch kein Thema, da es noch 
keine Mountainbikes gab. Das 
Befahren mit Fahrrädern ist da-
her nur mit der Zustimmung des 
Forststraßenerhalters zulässig. 
Ausgangslage
Mit dem Radfahrverbot auf 
Forststraßen verfügt das Tou-
rismusland Österreich über 
ein fragwürdiges Alleinstel-
lungsmerkmal. Denn in den 
benachbarten Ländern Bay-
ern,  Schweiz, Liechtenstein, 
Italien, ist das auf Forststraßen 
grundsätzlich erlaubt. Das Ver-
ständnis und dementsprechend 
das Unrechtsbewusstsein der 
RadfahrerInnen für das Verbot in 
Österreich hält sich in Grenzen.
Die Situation in den genann-
ten Ländern relativieren auch 
die Argumente von der Waldbe-
wirtschaftung bis zur Ökologie, 
die immer wieder gegen das 
Radfahren auf Forststraßen vor-
gebracht werden. Die Naturver-
träglichkeit ist bei der Einhaltung 
der von den alpinen Vereinen 
propagierten Fair-play-Regeln 
gewährleistet. Ein respektvolles 
Miteinander auf den Forststra-
ßen ist möglich. Ebenso ist die 
immer wieder strapazierte Frage 
der Haftung der Wegerhalter 
lösbar.
Warum ist also gerade in Ös-
terreich die gesetzliche Öffnung 
von Forststraßen ein unüber-
windbares Problem, wenn es in 
anderen Ländern seit Jahrzehn-
ten funktioniert? Das fragen sich 
auch die großen alpinen Vereine 
Naturfreunde und Alpenverein, 
aber  auch die Initiative upmove, 
die sich seit dem Jahr 2015 mit 
Nachdruck für eine gesetzliche 
*Dr. Edgar Atzmanstorfer ist 
Jurist,  Referent für den Be-
reich Umweltpolitik und Raum-
ordnung in der AK-Salzburg.
Radfahrverbot 
auf Forststraßen?
Seit der entwicklung des Mountainbikes vor 30 Jahren ist die 
Aufhebung des Radfahrverbots auf Forststraßen ein Thema. Die 
vertragliche Öffnung von Fahrrad-Routen ist unbefriedigend. 2015 
haben initiativen die gesetzliche Öffnung der Forststraßen für Rad-
fahrer wieder öffentlich thematisiert. VON EDGAR ATzmANSTORFER*
Politik
KuRZGEFASST
Radfahren auf Forst-
straßen ist verboten. 
Eine Öffnung wie in den 
Nachbarländern schei-
tert an der Position der 
GrundeigentümerInnen. 
Nicht nur für Radfahrer-
Innen, sondern grund-
sätzlich sollte über ein 
Grundrecht der freie 
Zugang zur Natur ge-
währleistet werden.
DER STAAT KÖNNTE VoRBILD SEIN uND Zu-
MINDEST SEINE FoRSTSTRASSEN FÜR DIE 
RADFAHRERINNEN GENERELL ÖFFNEN.
F
o
t
o
s
: 
s
c
h
u
h
 (
1)
, 
a
t
z
M
a
n
n
s
t
o
r
F
e
r
 (
1)
, 
F
o
t
o
l
ia
/M
o
n
K
e
y
 b
u
s
in
e
s
s
 (
1)
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.