Biogemüse, Bioobst oder auch 
Blumen und Wiesenmischungen. 
Da der Einsatz von chemisch-
synthetischen Pestiziden und 
mineralischem Dünger hier nicht 
erlaubt ist, ist das auch gut für 
die Umwelt. 
Mittlerweile kommt die Viel-
falt von Junggemüsepflanzen 
auch immer öfters zu den Kon-
sumentInnen in die Stadt. So 
könnten beispielsweise „Sweet 
Chocolate-Paprika“, „Gelbe Dat-
telwein-Tomate“ oder „Bernary´s 
Blaukönigin-Melanzani“, bio-
logisch hergestellte Raritäten, 
auf vielen lokalen Märkten aber 
auch in Supermärkten bezogen 
werden. Bei sozialökologischen 
Projekten, wie beispielsweise 
WUK bio.pflanzen werden die 
Jungpflanzen von Menschen, für 
die der Einstieg in den Arbeits-
markt schwerfällt, hochgezogen. 
Biologisch	gärtnern	als	
Zukunftschance
Für Produkte die im Hausgar-
ten, auf Dachterrassen oder als 
Balkonpflanzen verwendet wer-
den, gibt es keine eigenen Bio-
kriterien. Daher haben der Verein 
InfoXgen, die umweltberatung 
Wien und die Firma biohelp Gar-
ten & Bienen das Gütezeichen 
„biologisch gärtnern“ ins Leben 
gerufen. Sie möchten damit 
umweltbewegten Menschen die 
Suche nach umweltfreundlichen 
Produkten, die schonend für 
Pflanzen, Tiere und Menschen 
sind, erleichtern. Hinter dem 
Logo „biologisch gärtnern“ 
verbergen sich ausgearbeitete 
Kriterien, die sich am Bioland-
bau orientieren, um mit der Natur 
und nicht gegen sie zu arbeiten. 
Daher wird bei Schädlingen, 
Krankheiten und Unkräutern 
auf ganzheitliche Maßnahmen 
gesetzt, chemisch-synthetische 
Pestizide sind gänzlich verbo-
ten. Nur Produkte die auch im 
biologischen Landbau erlaubt 
sind, dürfen verwendet werden. 
Die Biokontrollstelle bewertet 
dafür die umweltfreundlichen 
Präparate. Auch die Bewertung 
von Düngern und Substraten 
orientiert sich am Biolandbau. 
Bei Erde und Bodenverbessern 
dürfen nur torffreie Produkte 
verwendet werden. Mit der 
Verwendung von torffreier Erde 
werden die Lebensräume der 
Moore und das Klima geschützt, 
denn Moore speichern ein Drit-
tel des weltweiten Kohlenstoffs. 
Nach Auskunft von InfoXgen 
sind mittlerweile 275 Produkte 
von 41 österreichischen Herstel-
len mit dem Logo „biologisch 
gärtnern“ im österreichischen 
Handel erhältlich. ¨
MIT GIFT SPAREN!
EINKAUFSTEST VON PESTIZIDEN
www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & Umwelt  1/2018   Seite 27
Samenfeste Sorten eignen sich zur Aufzucht im Garten und am Balkon.
Seit November 2015 ist eine persönliche 
Beratung beim Kauf von Pestiziden ver-
pflichtend. Die Umweltschutzorganisation 
GLOBAL 2000 testete 
zum dritten Mal die 
Qualität der Beratung 
in Gartencentern und 
Baumärkten und über-
prüfte, welche Pestizide 
und Biozide private 
Haushalte einkaufen 
können. Positiv: Im 
Vergleich zum Test 2014 
waren viele der giftigen 
Pestizide nicht mehr erhältlich. Einerseits 
sind einige davon nicht mehr für den 
Haus- und Kleingarten zugelassen, ande-
rerseits weil die Händler teilweise freiwillig 
auf sie verzichten. Auch die Qualität der 
Beratung hat sich erheblich gebessert: in 
48 % aller Fälle wurden von 
den BeraterInnen umwelt-
schonende Pflanzenschutz-
maßnahmen empfohlen. 
Teilweise sind Risiken und 
Nebenwirkungen der Pesti-
zide aber noch immer sehr 
lückenhaft angegeben, wes-
halb knapp 1/3 der Märkte 
beim Test durchgefallen ist.
https://www.global2000.at/publikationen/
einkaufstest-2018-haus-und-gartenpes-
tizide
        

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