Full text: Grünes Reisen (2)

*Michael Pillei ist Raumplaner 
und wissenschaftlicher Mitar-
beiter am Institut für Raumpla-
nung, Infrastrukturplanung und 
Bodenordnung der Universität 
für Bodenkultur Wien
 www.ak-umwelt.atSeite 18  Wirtschaft & Umwelt  2/2019
Mobilität ist ein menschliches Grund-bedürfnis. Fahrzeuge des motori-
sierten Individualverkehrs (MIV) sind 
derzeit zentrale Elemente um in Ös-
terreich Wege zu bewältigen. In der 
Regel kommen dabei konventionelle 
Kraftstoffe wie Benzin und Diesel zum 
Einsatz. Dies schafft Probleme wie z.B. 
den Ausstoß von Treibhausgasen. Da-
mit der Mobilitätsbereich nachhaltig 
entwickelt werden kann, müssen des-
sen größte Herausforderungen (Dekar-
bonisierung des Verkehrs und Diversi-
fizierung der Antriebstechnologien mit 
einer Reduktion von Verbrennungsmo-
toren im Pkw-Bereich) aktiv angegan-
gen werden. 
Um die Abhängigkeit von fossilen 
Treibstoffen zu verringern und eine 
Reduktion von Treibhausemissionen 
zu erreichen, werden an den Einsatz 
alternativer Kraftstoffe und Antriebe 
im Verkehr hohe Erwartungen gesetzt. 
Vor dem Hintergrund allgemeiner ener-
gie- und klimapolitischer Ziele sind 
Stau- und Flächenproblematik, sowie 
grundsätzliche Anforderungen an den 
Ressourcenschutz genauso entschei-
dend, wie die Reduzierung des Primär-
energieaufwandes für die Mobilität. 
Darüber hinaus entstehen durch den 
Verkehr externe Effekte und negative 
Wirkungen, die durch die Gesellschaft 
getragen werden müssen (Raumtren-
nung, Umweltbelastungen, Verbrauch 
natürlicher Ressourcen). Im Klima-
abkommen von Paris (COP21) wurde 
eine CO2 neutrale Gesellschaft bis zum 
Jahr 2050 festgelegt. Dieser Artikel be-
schreibt gängige alternative Kraftstoffe 
nach Status Quo sowie Einsatzgebie-
ten in Österreich und Wirkungen bei 
Treibhausgasen um diesem Ziel näher 
zu kommen.
Im Nationalen Strategierahmen 
„Saubere Energie im Verkehr“ wird 
der Pfad beschrieben, mit dem die EU 
Richtlinie 2014/94/EU über den Aus-
bau der Infrastruktur für alternative 
Kraftstoffe umgesetzt werden soll. Die 
Richtlinie benennt Elektrizität, Erdgas 
CNG, Erdgas LNG und Wasserstoff als 
Kraftstoffe der Zukunft. Auf diese wird 
im Folgenden eingegangen.
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Alternative Antriebe – 
neue Wege in der Mobilität
KURZGEFASST
Alternative Antriebe sind ein 
Baustein um das Verkehrs-
system langfristig nachhaltig 
gestalten zu können. Auf Euro-
päischer Ebene wird insbeson-
dere auf Elektrizität, Gas (CNG 
und LNG) sowie Wasserstoff 
gesetzt. Die einzelnen Kraftstof-
fe werden spezifisch eingesetzt 
und weisen unterschiedliche 
Umweltwirkungen auf.
Lärm- und Abgasemissionsreduktionen sind wesentliche 
Herausforderungen für die Mobilität des 21. Jahrhunderts. 
Alternative Antriebskonzepte leisten einen Beitrag um nega-
tive Wirkungen im Verkehr zu reduzieren.  VON MICHAEL PILLEI*
Schwerpunkt
Grünes Reisen
        

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