Full text: Soziale Nachhaltigkeit (160)

Z U R G E S C H I C H T E N A C H H A L T I G E R E N T W I C K L U N G U N D S O Z I A L E R N A C H H A L T I G K E I T wie ökologische Netzwerke und globale Umweltschutzorganisationen nebeneinander. Zum Teil sind sie miteinander verknüpft, zum Teil aber auch organisatorisch und inhaltlich deutlich voneinander getrennt. Liest man Tabelle 1 von links nach rechts, wird deutlich, welche Aktivitäten zu den bereits vorhandenen hinzu gekommen sind. Doch trotz einer zunehmenden Analyse und Berücksichtigung der Wechselverhältnisse der Mensch/Gesellschaft- Natur/Umweltbeziehungen stehen auch bei den Ansätzen zu einer nachhaltigen Entwicklung ökologische Zielsetzungen im Vordergrund. Tabelle 1: Die 3 Phasen des Environmentalismus entlang ausgewählter Dimensionen Traditioneller Naturschutz Phase der Ökologiebewegungen Phase der globalisierten ökologischen Krise Akteure Naturschutzverbände a) Netzwerke von nicht- staatlichen Organisationen und Gruppierungen Beginn staatlicher Umweltpolitik Beginn globaler Umweltpolitik United Nations Globale Umweltorganisationen Lokale Netzwerke von NGOs Ziele selektiver Artenschutz Erhalt und Schutz ausgewählter naturnaher Flächen heterogene Ziele unterschiedliche Gruppen: a) von der Durchsetzung der Umweltschutzinteressen lokaler Betroffener bis zur grundlegenden Kritik des militärisch-industriellen Komplexes b) Ökologische Modernisierung c) Vernetzung von Entwicklungspolitik und Umweltpolitik Globale nachhaltige Entwicklung räumliche Orientierung der Aktivitäten National national und lokal global („think globally act locally“) Instrumente Errichtung von Naturparks und Schutzflächen, Kampagnen Ordnungspolitik, finanzielle Anreize, Aufklärung der Bevölkerung, Protestaktionen „Runde Tische“, freiwillige Vereinbarungen, internationale Abkommen, strategische Protestaktionen Verhältnis Ökologie/ Ökonomie/ Soziales Ökologie im Vordergrund Umweltschutz im Vordergrund, aber Anerkennung gesellschaftspolitischer Wirkungszusammenhänge Ökologie dominant, aber z. T. Bewusstsein für ökonomische und soziale Zusammenhänge öffentliche Wahrnehmung marginal wechselhaft („issue attention cycles“); bei einzelnen Protestaktionen hoch weltweite Verbreitung von Umweltbewusstsein B u n d e s a r b e i t s k a m m e r 13

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