Volltext: Die makroökonomische Politik und die Lissabon-Strategie der EU (80)

lichen Sektors. Ein Großteil der öffentlichen Mittel (rund SO-prozenti- ge Staatsausgabenquote) dient anderen Zielen, wie etwa auch die meis- ten Regulierungen. Auch in der Fiskal- und Geldpolitik dominiert ein- deutig das Stabilitätszicl gegenüber einer Wachstumsorientierung im Sinne der Strategie von Lissabon. Der Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen empfiehlt deshalb einen nationalen Konsens aller wesentlichen wirtschaftlichen und gesell- schaftlichen Kräfte, ein konsensuales Leitbild für die Zukunft der ös- terreichischen Wirtschaft und Gesellschaft, und er ortet dabei speziell folgende Handlungsfelder: • Die Einnahmen- und Ausgabenstruktur des öffentlichen Sektors soll- te im Sinne einer Steigerung der Wachstumsintensität gestaltet werden. • Die Fiskalpolitik muss ihre Spielräume, insbesondere zur Kon- junkturstabilisierung, umfassend ausnutzen. • Der Ausbau der Infrastruktur sollte gezielt auf Wachstum, die aus der EU-Erweiterung entstehenden Herausforderungen und auf Technologierc1evanz Rücksicht nehmen. • Die Qualität und Quantität von Forschungsausgaben ist anzuhe- ben. Dabei ist auch die Rolle der zahlreichen innovativen Klein- und Mittelbetriebe zu beachten, welche im Medium Tech Bereich wesentliche Beiträge hinsichtlich Wachstum, Beschäftigung, Pro- duktivitätsZllwachs und Nachhaltigkeit leisten. Neben der Grund- lagenforschung muss besonderes Gewicht auf die angewandte For- schung gelegt werden. Auf Grund des hohen Einkommensniveaus und des Entwicklungsniveaus der österreichischen Wirtschaft müssen sich die Ziele in F&E und Innovation an den internationa- len Spitzenwerten orientieren. • Qualitätsverbesserungen in der Ausbildung (von Lehre bis Post Graduate) und in der Weiterbildung (vom PflichtschulabscWuss bis zur Internationalisierung) sowie die Intensivierung des lebens- langen Lernens sind für den Ausbau der Wissensgesellschaft und den Wissenstransfer essenziell. • Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Technologie- diffusion und deren Intensivierung auf allen Ebenen (Schulen, Un- ternehmen, Öffentlicher Sektor) muss angestrebt werden. • Zentrale Headquarterfunktionen müssen erhalten, ausgebaut und gewonnen werden. • Die Bildung von Clustern ist ebenso zu forcieren wie die Lukrie- rung von "Doppeldividenden ", in dem etwa im Umwelt -, Gesund- heits- und Kulturbereich auf besonders wachstumsintensive Berei- che gesetzt wird. Regulierung und Deregulierung können im Sinne des Wachstumszie- les gestaltet werden. 29

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