Full text: Die Siebtelbauern (18)

Die Siebtelbauern 
„Ein tyrannischer Bauer ist bei seinen Knechten und Mägden verhasst. Das 
Dienstpersonal steht unter der Aufsicht eines bösartigen Großknechts. Weitere 
markante Figuren sind der Knecht Lukas, ein einfältiger und fröhlicher Tropf, der bei allen 
Frauen beliebt ist, und die impulsive, aufsässige Magd Emmy. Der Erzähler des Films, 
Severin, der noch nicht lange auf dem Bauernhof lebt, ist hingegen eher introvertiert und 
vergleichsweise intelligent. 
Eines Tages ermordet die alte Rosalind, die nach Jahren an den Hof zurückkehrt, den 
Bauern, da er sie vor Jahren vergewaltigt hat. Lukas ist das Kind, das aus dieser 
Vergewaltigung hervorgegangen ist. Die herzkranke Rosalind wird verhaftet. 
Gespannt warten die anderen Bauern des Dorfes, wer nun das Erbe des offiziell kinderlosen 
Bauern erhalten wird. In seinem Testament beschimpft der Bauer die Einwohner des Dorfes 
und seine Dienstboten. Trotzdem vererbt er seinen zehn Mägden und Knechten den 
gesamten Bauernhof. Die Dorfbewohner sind wie vor den Kopf geschlagen. In ihren Augen 
untergräbt das Testament des Verstorbenen die soziale Hackordnung des Dorfes. Die Erben 
teilen ihren neuen Besitz auf. Jeder erhält ein Zehntel. 
Der Großknecht will den Hof allerdings im Namen aller Erben unter Wert an den Großbauern 
Danninger verkaufen, und versucht den Willen der restlichen Bewohner des Bauernhofes zu 
unterdrücken, wie es der ermordete Hausherr zuvor getan hat. Die Mehrheit der Mägde und 
Knechte wollen aber das Erbe antreten und verjagen ihn und einen weiteren Knecht und eine 
Magd vom Hof. Die sieben übrig Gebliebenen [sic] werden von den erzürnten Bauern des 
Dorfes ‚Siebtelbauern‘ genannt. 
Die ‚Siebtelbauern‘ setzen ihre gewohnte Arbeit fort, um selbständige Bauern bleiben 
zu können. Dabei müssen sie sich zunehmend gegen die Bauern des Dorfes und den 
Großknecht, der sich mit diesen zusammentut, zur Wehr setzen. Sie erhalten aber 
insgeheim Unterstützung von den Knechten und Mägden der anderen Höfe des Dorfes. Die 
Bauern des Dorfes unter der Führung Danningers versuchen, den Grund der ‚Siebtelbauern‘ 
zu erwerben, und zünden, als sie bei dem Versuch scheitern, den Hof an. Dabei bringt Lukas 
den ehemaligen Großknecht aus Notwehr um. Als Folge versteckt sich Lukas mit Hilfe der 
restlichen ‚Siebtelbauern‘ in einer Höhle im Wald, wird aber herausgelockt und letztendlich 
ermordet. 
Während Lukas’ Begräbnis verlassen Severin und Emmy gemeinsam das Dorf und 
passieren dabei die Bewohner des Dorfes, die ihnen nachsehen. Emmy und Severin wollen 
nach Amerika auswandern, was auch Lukas geplant hatte.“ 
  
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Siebtelbauern 
 
„‚Es geht in DIE SIEBTELBAUERN allerdings nicht nur um Herzschmerz, sondern um den 
erbitterten Kampf um soziale Anerkennung. Was Ruzowitzky im Visier hat, ist letztlich 
das historische Politdrama und die semidokumentarische Milieustudie.‘ (Robert 
Buchschwenter) 
Ein Dorf im Mühlviertel in der Zwischenkriegszeit: Sieben Mägde und Knechte erben den Hof 
ihres erschlagenen Herren. Dergleichen gab es noch nie! Während die ‚Siebtelbauern‘
        

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