27  infobrief eu & international  Ausgabe 4 | Oktober 2011 
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Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 � 
Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Iris Strutzmann Norbert Templ, Valentin Wedl � Kontakt: 
Lukas Oberndorfer (lukas.oberndorfer@akwien.at) Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: Wien � 
Erscheinungsweise: zweimonatlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief
Editorial
Liebe Les rin! Lieber Leser!
Vor Ihnen liegt doppelt Neues. 
 Durch professionelles Layo t 
erscheinen wir in neuem Gewand. 
Auch inhaltlich haben wir uns 
bem�ht, die internationalen Bren -
pu kte durch neue Formate besser 
zu fokussieren: Langbeitr�ge als 
Raum f�r grundlegen e Analysen. 
Damit starten Markus Marterbauer 
und Lukas Ob rndorfer. Ersterer 
zeigt auf, dass simultanes Kon-
solidieren die EU in de  n�chst  
Abschwung f�hren k�nnte. Zweiterer 
setzt sich mit dem Monti-Bericht � 
dem Versuch eines neuen Konsenses 
f�r eine angebotseitige Binnen-
marktpolitik � auseinander. Produk-
tion von Konsens u d Dissens darin 
spielen B�cher eine wichtig  Rolle. 
Daher er�ffnen wir mi  zwei Rezensi-
onen eine neue Rubrik: Die Buchbe-
spre ung. Die beka nten St�rken 
unserer Zeitschrift bleiben erhal-
ten: aktuelle Themen informativ & 
pr�gnant aufbereitet. Das zeigen 
Elisabeth Beer, Norb rt Templ, Iris 
Strutzmann, Walter Sauer & Susan 
Leather mit ihren B itr�gen zu 
I vestitionsschutzabkommen, 
Wachs umshindernissen, Handels-
politik (EU � Kanada) und HIV/Aids. 
Ebenso s tzt Claudia Sch�rz unseren 
China-Schwerpunkt fort. Diesmal: 
WanderarbeiterInnen.
 Ihr AK Redaktio steam
Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es  
der EU gelungen, durch pragmatisch  Notfallma�nahmen das  
Banken system, di  Konjunktur und den Markt f�r Staatsschuld-
verschreibungen zu stabilisieren, jedo h sind die grundlegenden  
Probleme nicht bew�ltigt. 
Europas Wirtschaft
A einer entsc idenden 
Weggabelung
Die weitere Konjunkturentwicklung 
h�ngt davon ab, ob die von Asien 
ausgehenden Auftriebskr�fte oder 
die D�mpfung durch die simultane 
Budgetko solidierung in der EU st�r-
ker wirken. Die Bew�ltigung der ho-
hen Staatsschulden bleibt ein zent-
rales Thema, f�r dessen B w�ltigung 
unkonventionelle Ans�tze notwendig 
sind.
EU-Wirtschaftspolitik schafft 
Stabilisieru g n Die wirtschaftliche 
Krise hat in der Europ�isch n Uni-
on in den letzten Wochen ihr drittes 
Stadium erreicht:
 
n Die Krise ging zun�chst in d n 
Jahren 2007 und 2008 vo  d n 
Finanzm�rkten und Banken us, 
das weltweite Finanzsystem ge-
riet mehrmals an den Rand des 
Zusamm nbruchs.
n Dadurch wurde von Mitte 2008 
bis Mitte 2009 ein tiefer Einbruch 
der Realwirtschaft ausgel�st. Das 
Bruttoinlandsprodukt ging 2009 
real um 4,2% zur�ck, die saison-
bereinigte Zahl der Arbeitslosen 
stieg vom Tiefstand im Fr�hjahr 
2008 bis Mai 2010 von 16 Mio auf 
23 Mio.
n Als Folge des durch den finanz- 
und realwirtschaftlichen Einbruch 
ntstandenen Ausfalls an Steu-
ereinnahmen und der zus�tzli-
chen Staatsausgaben entwickelte 
sich ab dem Fr�hjahr 2010 eine 
Staatsschuldenkrise.
Die EU-Politik hat ie Krisenzeichen 
in allen drei Stadien sp�t erkannt, 
sie hat � bedingt durch langwierige 
Entscheidungsprozesse, vor allem 
aber gepr�gt durch ein neoliberales 
Weltbild, das den M�rkten Effizienz 
zuspricht und staatliche Eingriffe f�r 
falsch h�lt � mit Z�gern und Zaudern 
reagiert. Dennoch ist es schlie�lich 
in jed m Stadium der Krise gelun-
gen, durch Notfallma�nahmen eine 
Stabilisierung zu erreichen:
Europas Wirtschaft 1
Die faktische Macht  
multinationaler Unternehmen 6 
Wachstumshemmnisse 9
Analyse des Monti-Berichts 10
EU-Kanada Abkommen 15
China � Illegale im eigenen Land 17
HIV/Aids 18
Kritik des Kapitalismus 20
Die europ�ische Chance 21
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internationalinfobrief
Ausgabe 3 | Juni 2010
Aus dem Inhalt 
Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 � 
Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Iris Strutzmann Norbert Templ, Valentin Wedl � Kontakt: 
Lukas Oberndorfer (lukas.oberndorfer@akwien.at) Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: Wien � 
Erscheinungsweise: zweimonatlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief
Editori l
Liebe Leserin! Lieber Leser!Vor Ihnen lie t doppelt Neues.
 Durch profession lles Layout 
erscheinen wir in neuem Gewand. 
Auch inhaltlich hab  wir uns 
bem�ht, die internatio alen Brenn-
punkte durch neue Formate besser 
zu fokussi ren: La gbeitr�ge als 
Raum f�r grundlegende Analysen. 
D mit starten Markus Marterbauer 
und Lukas Oberndorfer. Ersterer 
zeigt auf, dass simultanes Kon-
solidieren die EU in den n�chsten 
Abschwung f�hren k�nnte. Zweiterer 
setzt s ch mit dem Monti-Bericht � 
dem Versuch eines neue  Konsenses 
f�r eine angebotseitige Binnen-
marktpolitik � auseinander. Produk-
tion von Konsens und Diss ns darin 
spielen B�cher eine wichtige Rolle. 
Daher er�ffnen wir mit zwei Rezensi-
onen ei e n ue Rubrik: Die Buchbe-
sprechung. Die bekannt  St�rken 
unserer Zeitschrift bleiben erhal-
ten: aktuelle Themen informativ & 
pr�gnant aufbereitet. Das z igen 
Elisabeth Be r, Norbert T mpl, Iris 
Strutzmann, Walter Sauer & Susan 
Leather mit ihren Beitr�gen zu 
Investitionsschutzabkommen, 
Wachstumshindernissen, H ndels-
politik (EU � Kanada) und HIV/Aids. 
Ebenso setzt Clau ia Sch�rz unseren 
China-Schwerpunkt fort. Di s al: WanderarbeiterInnen. 
Ihr AK Redaktionsteam
Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es  
der EU gelungen, durch pragmatisc e Notfallma�n men das  
Banken system, die Konjunktur und d n Markt f�r Staatsschuld-
verschreibungen zu stabilisieren, jedoch sind die grundlegenden  
Probleme nicht bew�ltigt. 
Europas Wirtschaft
A  ei er entsch idenden 
Weg abelung
Die weitere Konjunkturentwicklung 
h�ngt d von ab, ob die von Asie  
ausgehenden Auftriebskr�fte oder 
die D�mpfung durch die simultane 
Budgetkonsolidierung in der EU st�r-
ker wirken. Die Bew�ltigung der o-
hen Staatsschulden bleibt ein zent-
rales Thema, f�r dessen Bew�ltigung 
unkonventionelle Ans�tz  notwendig 
sind.
EU-Wirtschaftspolitik schafft 
Stabilisierung n Die wirtschaftliche 
 hat in der Europ�ischen Uni-
o in den letzten Wochen ihr drittes 
Stadium erreicht: 
n Die Krise ging zun�chst in den 
Jahren 2007 und 20 8 von den 
Finanzm�rkten und Banken aus, 
das weltweite Fi anzsystem ge-
rie  mehrmals n den Rand des 
Zus mmenbruchs.
n Dadurch wurde von Mitt  2008 
bis Mitte 2009 ein iefer Einbruch 
der R alwirtschaft ausgel�st. Das 
Bruttoinlandsprod kt ging 2009 
real um 4,2% zur�ck, die saison-
ber inigte Zahl der Arbeitslosen 
stieg vom Tiefstand im Fr�hjahr 
2008 bis Mai 201  von 16 Mio auf 
23 Mio.
n Als Folge des durch den finanz- 
und realwirtschaftlichen Einbruch 
ents ndenen Ausfalls an Steu-
erei nahmen und der zus�tzli-
chen St atsausgaben entwickelte 
sich ab dem Fr�hjahr 2010 eine 
Staatsschuldenkrise.
Die EU-Politik hat die Krisenzeichen 
in allen drei Stadien sp�t erkannt, 
sie hat � bedingt durch langwierige 
Entscheidungsprozesse, vor allem 
aber gepr�gt durch ein neoliberales 
Weltbild, das den M�rkten Effizienz 
zuspricht und staatliche Eingriffe f�r 
falsch h�l  � mit Z�gern und Zaudern 
reagiert. Dennoch ist es schlie�lich 
in jedem Stadium der Krise gelun-
gen, durch Notfallma�nahmen eine 
Stabilisierung zu erreichen:
Europas Wirtschaft 
1
Die faktische Macht  multinationaler Unternehmen 6 
Wachstumshemmnisse 
9
Analyse des Monti-Berichts 
10
EU-Kanada Abkommen 
15
China � Illegale im eigenen Land 17
HIV/Aids 
18
Kritik des Kapitalismus 
20
Die europ�ische Chance 
21
eu& international
i fobri f
Ausgabe 3 | Juni 2010
Aus dem Inhalt 
Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 � 
Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Iris Strutzmann Norbert Templ, Valentin Wedl � Kontakt: 
Lukas Oberndorfer (lukas.oberndorfer@akwien.at) Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: Wien � 
Erscheinungsweise: zweimonatlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief
Editorial
Li b  Leserin! Lieber Leser!
Vor Ihnen liegt doppelt Neues. 
 Durch professionelles L yout 
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Auc  inhaltlich habe  wir uns 
bem�ht, die internatio alen Brenn-
punkte durch neue Formate besser 
zu fok ssieren: Langbeitr�ge als 
Raum f�r grundlegende Analysen. 
Damit starten Markus Marterbau r 
und Lukas Oberndorfer. Ersterer 
zeigt auf, dass simultanes Kon-
solidieren die EU in den n�chsten 
Abschwung f�hren k�nnte. Zweiterer 
setzt sich mit dem Monti-Bericht � 
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f�r eine angebotseitige Bi en-
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spiele  B�cher eine wichtige Roll . 
Daher er�ffnen wir mit zwei Rezensi-
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pr�gnant aufbereitet. Das zeigen
Eli abeth Beer, Norbert Templ, Iris 
Strut mann, Walter Sauer & Susan 
Leather mit ihren Beitr�gen zu
Investitionsschutzabkommen, 
Wachstumshindernissen, Handels-
politik (EU � Kanada) und HIV/Aids. 
Ebenso setzt Clau ia Sch�rz unseren 
China-Schwerpunkt fort. Diesmal: 
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Ihr AK Redaktionsteam
Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es  
der EU gelungen, durch pragmatische Notfallma�nahmen das  
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verschreibungen zu stabilisieren, j doch sind die grundlegenden  
Probleme nicht bew�ltigt. 
E ropas WirtschaftA  ei er entscheidenden 
Weg
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Die weitere Konjunkture twicklung 
h�ngt davon ab, ob die von Asien 
ausgehenden Auftriebskr�fte od r 
die D�mpfung durch die simultane 
Budgetkonsolid erung in der EU t�r-
ker wirken. Die Bew�ltigu g der ho-
hen Staatsschulden bleibt e n zent-
rales Thema, f�r dess  Bew�ltigung 
unko ventionell  Ans�tze notwendig 
sind.
EU-Wirt chaftspolitik 
schafft 
Stabilisierung n Die wirtschaftliche 
Krise hat in der Europ�ischen Uni-
on in den letzten Wochen ihr drittes 
Stadium erreicht:
 
n Die Krise ging zun�chst in den 
Jahren 2007 und 2 08 von den 
Finanzm�rkten und Banken aus, 
das weltweite Finanzsystem ge-
riet mehrmals an den Rand des 
Zusammenbruchs.
n Dadurch wurde von Mitte 2008 
bis Mitt  2009 e n tiefer Einbruch 
der Realwirtschaft ausgel�st. Das 
Bruttoinlandsprodukt ging 2009 
real um 4,2% zur�ck, die saison-
bereinigte Zahl der Arbeitslosen 
stieg vom Tiefstand im Fr�hjahr 
2008 bis Mai 2010 von 16 Mio auf 
23 Mio.
n Als Folge des durch den finanz- 
und realwirt chaftlichen Einbruch 
entstandenen Ausfalls an Steu-
ereinnahmen und der zus�tzli-
chen Staatsausgaben entwickelte 
sich ab dem Fr�hjahr 2010 eine 
Staatsschuldenkrise.
Die EU-Politik hat die Krisenzeichen 
in all  drei Stadien sp�t erkannt, 
sie hat � bedingt durch langwierige 
Entscheidungsprozesse, vor allem 
aber gepr�gt durch ein neoliberales 
Weltbild, das den M�rkten Effizienz 
zuspricht und staatliche Eingriffe f�r 
falsch h�lt � mit Z�gern und Zaudern 
reagiert. D nnoch ist es schlie�lich 
in jed m Stadium der Krise gelun-
gen, durch Notfallma�nahmen eine 
Stabilisierung zu erreichen:
Europas Wirtschaft 
1
Die faktische Macht  
multinationaler Unternehmen 
6 
Wachstumshemmnisse 
9
Analyse des Monti-Berichts 
10
EU-Kanada Abkommen 
15
China � Illegale im eigenen Land 17
HIV/Aids 
18
Kritik des Kapitalismus 
20
Die europ�ische Chance 
21
u& international
i fobrief
Au gabe 3 | Juni 2010
Aus dem Inhalt 
EU�Infobrief: Europa und  
Internationales in kritischer  
und sozialer Perspektive �  
kostenlos beziehen
Der EU-Infobrief erscheint 5x j�hrlich im digitalen Format 
und liefert eine kritische Analyse der Entwicklungen auf  
europ�ischer und internationaler Ebene. Die Zeitschrift  
der Abteilung EU & Internationales der AK-Wien fokussiert dabei  
Themen an der Schnittstelle von Politik, Recht und �konomie.  
Anspruch ist nicht nur die Prozesse in den europ�ischen  
Institutionen zu beschreiben, sondern auch Alternativen zur  
Hegemonie des Neoliberalismus zu entwickeln. Kurze Artikel  
informieren in pr�gnanter Form �ber aktuelle Themen.  
Langbeitr�ge geben den Raum f�r grundlegende Analysen,  
Buchbesprechungen bieten eine kritische �bersicht einschl�giger 
Publikationen.
        

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