Full text: infobrief eu & international - Oktober 2013 (4)

Imp ressum: Herausgeber und Medieninhaber: Kammer f�r Arbeiter und Angestellte f�r Wien, 1040 Wien, Prinz Eugen Strasse 20-22 �  
Redaktion: Elisabeth Beer, �va Dessewffy, Lukas Oberndorfer, Oliver Prausm�ller, Miriam Rehm, Norbert Templ, Alice Wagner, Valentin 
Wedl � Kontakt: Lukas Oberndorfer, Norbert Templ, Alice Wagner � Layout und Satz: Julia Stern � Verlags- und Herstellungsort: 
Wien � Erscheinungsweise: 5 mal j�hrlich � Kostenlose Bestellung unter: http://wien.arbeiterkammer.at/euinfobrief
Editorial
Liebe Leserin! Lieber Leser!
J�ngst hat die Kommission ihre 
Vorschl�ge f�r eine soziale Dimen-
sion f�r WWU vorgelegt. Wie 
M. Konecny analysiert, wird wei-
terhin der Plan verfolgt, mit mehr 
Wettbewerbsf�higkeit aus der 
sozialen Krise zu kommen. 
Wenig versprechend ist auch 
das Gr�nbuch zur langfristigen 
Finanzierung der EU-Wirtschaft, 
welches sich lediglich auf die 
Angebots seite fokussiert und vom 
Gedanken geleitet ist, dass freie 
Kapitalm�rkte optimale Ergebnisse 
erzielen (J. Vorbach/S. Wixforth). 
Auch die pr�sentierten Vorschl�-
ge f�r Schuldentilgungsfonds und 
Eurobills sind wiederum an neoli-
berale Strukturreformen gekn�pft 
(M. Konecny). Hintergr�nde auf 
aktuelle Kampagnen zur Finanz-
transaktionssteuer (V. Wedl, J. 
Luger), aber auch zum neuen 
Mitgliedsland Kroatien (E. Beer), 
R�ckblicke und Ausblicke auf 
Konzessionsrichtlinie und Right-
2Water-Initiative (L. Strahlhofer, 
A. Wagner) sowie Visionen zur 
Durchsetzung der Rechte undo-
kumentiert arbeitender KollegIn-
nen (J. Peyrl) runden die aktuelle 
Ausgabe ab. 
Viel Vergn�gen bei der Lekt�re!
Ihr Redaktionsteam
In der Eurozone ist die Wirtschaftsleistung im zweiten  
Quartal 2013 zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder  
gestiegen. Die Fr�hindikatoren lassen auch f�r das zweite Halbjahr 
2013 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsproduktes erwarten. 
Die vorsichtige Erholung wird � besonders in Deutschland � von 
steigender Industrieproduktion getragen. Das hat Hoffnungen auf 
einen Aufschwung aus dem tiefen Konjunkturtal gen�hrt. Doch  
leider besteht wenig Anlass, die Finanzkrise als �berwunden zu  
betrachten. So lange das Banken- und Finanzsystem so labil bleibt, 
ist eine R�ckkehr zu wirtschaftlicher Stabilit�t unwahrscheinlich. 
   Markus Marterbauer
EU-Wirtschaftspolitik
Deutschland: Motor  
eines europ�ischen  
Konjunkturaufschwungs?
Massenarbeitslosigkeit in der 
Eurozone n Noch immer liegt das 
reale Bruttoinlandsprodukt der Eu-
rozone um etwa 2 % unter dem Wert 
von 2007, den es eigentlich bei ei-
nem �normalen� Konjunkturverlauf 
um mehr als 10 % �bersteigen h�tte 
sollen. Wir befinden uns weiterhin in 
der Krise, wie nicht zuletzt die be-
sorgniserregenden Arbeitsmarktda-
ten zeigen: Die Arbeitslosenquote 
hat sich in der Eurozone von 7 % der 
Erwerbspersonen Anfang 2008 auf 
12 % nahezu verdoppelt. Die Zahl 
der Arbeitslosen liegt heute in der 
W�hrungsunion um acht Millionen 
und in der EU um 10,5 Millionen �ber 
dem Niveau vor der Krise. Vor allem 
die s�deurop�ischen L�nder befin-
den sich in einer Depression, deren 
Ende nicht absehbar ist. Selbst wenn 
sich die Wirtschaft in absehbarer 
Zeit erholen sollte, kann es ein Jahr-
zehnt und mehr dauern, bis die von 
der Finanzkrise verursachte Massen-
arbeitslosigkeit bew�ltigt ist.
Deutschland: Arbeitslosigkeit 
sinkt durch Bev�lkerungsr�ck-
gang n Doch es gibt auch Licht-
blicke: In Deutschland liegt die 
Wirtschaftsleistung (so wie in 
eu& 
internationalinfobrief
Ausgabe 4 | Oktober 2013 Aus dem Inhalt 
�
Deutschland: Motor einer  
europ�ischen Konjunktur? 1
Soziale Dimension f�r die  
Wirtschafts- und W�hrungsunion 4 
Kampagne Finanztransaktionssteuer 7
R�ckblick und Ausblick EBI 8
Neues EU-Mitglied: Kroatien  11
Finanzierung der EU-Wirtschaft 13 
Finanzmarktregulierung 17
Undokumentierte ArbeitnehmerInnen 20
Eurobills und Schuldentilgungsfonds  24
Buchbesprechung 26
        

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