Volltext: Spezialisierungsmuster und Wertschöpfungsintensität der österreichischen Exportwirtschaft (105)

KAPITEL 2. WERTSCHO¨PFUNGSEFFEKTE DER EXPORTE 30
len sind zu laufenden Preisen bewertet. 6
Fu¨r die Berechnung der kumulativen Koe?zientenmatrizen wurden die in der
Usematrix enthaltenen Gu¨tersteuern und -subventionen zu Wertscho¨pfungs-
komponenten umde?niert, da die zur Berechnung dieser Koe?zienten beno¨tig-
ten Matrizen quadratisch sein mu¨ssen. 7
Bei den Berechnungen wurde mit der Industrietechnologieannahme gearbeitet,
da dabei das Problem der negativen Inputkoe?zienten, welche bei der An-
nahme der Gu¨tertechnologie nach Invertieren der Product-Mix Matrix unter
Umsta¨nden entsteht, nicht auftritt. Zu beachten ist dabei, dass sich die Ergeb-
nisse bei Anwendung verschiedener Technologieannahmen bei hoher charakte-
ristischer Produktion, was fu¨r die o¨sterreichischen Daten zutri?t, nicht wesent-
lich voneinander unterscheiden. Zur Umsetzung der Gu¨tertechnologieannahme
wa¨re eine sehr große Palette an zusa¨tzlichen Informationen notwendig gewesen,
die nicht vorhanden waren. 8
Die vorliegenden Matrizenrechnungen wurden mit Hilfe der Arrayformeln von
MS EXCEL durchgefu¨hrt. Da mit EXCEL standardma¨ßig maximal nur 52
x 52 Matrizen invertiert werden ko¨nnen, wurde mit dem frei verfu¨gbaren Add-
In ”Matrix 1.9-Matrix and Linear Algebra functions for EXCEL”
9 gearbeitet,
welches eine Reihe an weiteren hilfreichen Matrixoperationen ermo¨glicht. Da-
mit konnte auch auf Aggregationen von Gu¨tern und Aktivita¨ten verzichtet und
die bestehenden Dimensionen beibehalten werden. 10
Fu¨r die Berechnung der kumulativen Wertscho¨pfungskoe?zientenmatrix musste
nach (1.20) mit der Leontief-Inversen der Version B gerechnet werden, weshalb
aus den Ausgangsdaten der Usematrix Ug und der Endnachfragematrix Y g dar-
in enthaltene Importe abgezogen wurden. 11 Damit eine Aufteilung der E?ekte
auf die einzelnen Gu¨ter dargestellt werden kann, wurden die Vektoren der ein-
zelnen Endnachfragekategorien diagonalisiert. Die Addition dieser Werte ergibt
somit die E?ekte aller Gu¨ter auf die einzelnen Wertscho¨pfungskomponenten,
Importgehalte oder Bescha¨ftigungskategorien.
6In Zukunft werden von Statistik Austria auch Tabellen zu konstanten Preisen publiziert,
vgl. Kolleritsch (2004), S. 593
7vgl. Statistik Austria (2001), S. 45?
8vgl. Statistik Austria (2001), S. 47?; O¨sterreichische IO-Tabellen vor jener von 1995 wur-
den ebenfalls mit der Industrietechnologieannahme erarbeitet. Somit ko¨nnten grobe Vergleiche
mit den vorliegenden und vergangenen Multiplikatoren gezogen werden. Dabei ist aber zu be-
achten, dass IO-Tabellen vor jener von 1995 mit vollkommen unterschiedlichen Konzepten,
Klassi?kationen und Darstellungsformen erstellt wurden; vgl. dazu Statistik Austria (2001),
S. 9? sowie S. 17?
9Dieser Add-In ist verfu¨gbar unter http://digilander.libero.it/foxes/
10Holub/Schnabl (1994) behandeln in einem kompletten Kapitel das Aggregationsproblem
und die damit auftretenden Fehler. Auch Katzenbeisser (1975) behandelt ausfu¨hrlich die Klas-
si?kation und Aggregation in der IO-Analyse.
11Die Daten auf der CD-ROM der Statistik Austria enthalten keine Use- und Endnachfra-
gematrizen fu¨r die heimischen Gu¨ter. Deshalb muss man sich selbst die Matrizen Ud und Y d
mit den Gleichungen Ud = Ug ? Um und Y d = Y g ? Y m berechnen.
        

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