Full text: LKW-Stellplatzbedarf im hochrangigen österreichischen Straßennetz (40)

L K W - S T E L L P L A T Z B E D A R F I M H O C H R A N G I G E N Ö S T E R R E I C H I S C H E N S T R A ß E N N E T Z 4 V e r k e h r u n d I n f r a s t r u k t u r Es wird daher der Bedarf an LKW-Stellplätzen mit einem vereinfachten Verfahren bestimmt. Auf Grund des hohen Zeitdrucks im LKW-Fernverkehr kann davon ausgegangen werden, dass im Nahverkehr Parkmöglichkeiten nur sehr selten erforderlich sind. Auch der österreichische Quell-Ziel-Verkehr wird Parkplätze nachts kaum frequentieren, da die Lieferung üblicherweise am Tag erfolgt. Hauptnutzer von LKW-Parklätzen nachts sind demnach offensichtlich vorwiegend Transit-LKW. Es werden daher die gesamten nächtlichen Verkehrsmengen (Nachtverkehr 22.00- 05.00) aus den vorhandenen Dauerzählstellendaten der ASFINAG ermittelt, und zwar getrennt nach Fahrtrichtungen. Rastplätze, die aus beiden Richtungen angefahren werden können, werden je zur Hälfte einer Richtung zugeordnet. Die Scheiben- als auch die digitalen Tachographen ermöglichen die maximale Überschreitung der Lenkzeit von zwei Stunden, was bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 80km/h im hochrangigen Straßennetz einer Fahrtstrecke von 160 km ergibt. Diese aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Verkehrssicherheit deutlich zu weite Fahrtstrecke wird im angewandten Verfahren auf die Länge eines Straßenabschnittes begrenzt. Die Abschnittslängen betragen je nach Straße maximal 70 km, also weniger als die Hälfte der maximalen Überschreitungslänge von 160 km.3 2.2 Verkehrsmengen Im nächsten Schritt werden die Zählergebnisse nach Straßenabschnitten aggregiert (Fahrleistungen im Nachtverkehr, LKW-km im Abschnitt). Da die LKWs im Nachtverkehr überwiegend lange Fahrstrecken zurücklegen, macht eine kleinräumige Auswertung keinen Sinn. In der Folge werden die LKW-Stellplätze zu langen Straßenabschnitten zugeordnet, die in der Regel zwischen 50 und 70 km betragen. Abschnittsgrenzen sind wichtige Verkehrsknoten. Kürzere Autobahnen/Schnellstraßen werden nur in ihrer Gesamtheit betrachtet (siehe Tabelle 1). Abschnitte abseits der eigentlichen hochrangigen Straße, die verwaltungstechnisch zur ASFINAG gehören, werden nicht mit eingerechnet (z.B. A10 Knoten Spittal - Lendorf). 3 RUZICZKA, AK Wien

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